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In Italien entführt: Urlauber kann versteckten Hilferuf in Forderungs-SMS absetzen - Vater reagiert sofort

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Von: Richard Strobl

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Italienische Carabinieri stehen hinter einem Wagen der Polizei. (Symbolbild)
Italienische Carabinieri stehen hinter einem Wagen der Polizei. (Symbolbild) © dpa / Massimo Percossi

Ein Brite ist während eines Italien-Urlaubs entführt worden. Mit einer geheimen Nachricht in einer Forderungs-SMS konnte er seinen Vater warnen und so freikommen.

Die Geschichte eines 25-jährigen Briten klingt wie aus einem TV-Krimi: Während eines Urlaubs in Italien ist er entführt worden und über Tage unter schlimmen Verhältnissen festgehalten worden. Dennoch gelang es ihm in einer Forderungs-SMS an seinen Vater eine geheime Botschaft zu verstecken, die letztlich zu seiner Befreiung führte.

Tourist in Italien-Urlaub entführt: „Er war ein kluger Kerl“

Bei dem jungen Mann handelt es sich nach Angaben der englischen Times um einen wohlhabenden Touristen, der schon seit Anfang Juni in Italien Urlaub machte. Dann der Schock: Er wurde demnach entführt. Acht Tage lang hielten ihn seine Kidnapper gefangen und das offenbar unter schlimmen Bedingungen. So habe er - wenn überhaut - nur Reste zu essen bekommen.

Gefunden wurde er letztlich mit Handschellen gefesselt und barfuß in einem dunklen Zimmer in einem Dorf. Die Fenster und Türen waren dem Bericht nach verbarrikadiert gewesen.

Das Martyrium hätte wohl noch länger gedauert, wenn der junge Mann sich nicht selbst zu helfen gewusst hätte: „Er war ein kluger Kerl“, zitiert die Times einen italienischen Carabinieri.

Demnach konnte der Londoner eine Situation ausnutzen, um in England um Hilfe zu bitten.

Entführung im Italien-Urlaub: Junger Mann kann versteckten Hilfe-Ruf absetzen

Eine echte Lösegeldforderung hatten die Entführer nicht abgesetzt - somit wusste auch die wohlhabende Familie nichts von der Entführung. Allerdings gaben die Täter dem jungen Mann kurzzeitig ein Handy: Sie verlangten von ihm, dass er ihm knapp 7000 Euro überweisen solle - als Geldspritze für seinen Urlaub.

Beim Schreiben dieser SMS nun konnte der Londoner eine geheime Hilfe-Nachricht an seinen Vater verstecken. Die Botschaft wurde von den Entführern offenbar nicht entdeckt, fiel dem Vater aber direkt auf. Er verständigte daraufhin die Behörden.

Noch knapp 1,5 Tage dauerte es anschließend, bis die Polizei die Wohnung finden konnte, in der der junge Mann gefangen gehalten worden war. Der Häuserblock, in der sich die Wohnung befand, wurde von der Polizei umstellt. Bei der Razzia konnte nicht nur der Entführte befreit werden, sondern auch die mutmaßlichen Entführer verhaftet werden. Vier Männer Mitte 20 konnte die Polizei festsetzen.

Dem Entführten geht es nach Polizeiangaben den Umständen entsprechend gut - er sei zwar „erschöpft“ aber auf dem Weg der Besserung. (rjs)

Ebenfalls nach einem Italien-Urlaub wurde ein Hund vermisst: Er schaffte es zurück nach Hause und lief dafür 380 Kilometer.

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