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Bevorstehender zweiter Sturm und Vulkan-Ausbruch: Sizilien vor nächstem „Albtraum“

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Eine Panoramaansicht des Vulkans Ätna aus Kalabrien aufgenommen.
Wirkt auf diesem Foto vom September 2021 friedlich, brach aber wenige Tage später aus: Der Vulkan Ätna auf Sizilien © Federico Meneghetti/Imago

Besonders die Stadt Catania am Fuße des Ätnas ist schwer getroffen. Eine Frau ist das dritte gezählte Todesopfer der aktuellen Naturkatastrophen in Süditalien.

Catania - In Sizilien kommt gerade einiges zusammen. Die Region Italiens bereitet sich auf den zweiten schweren Sturm innerhalb einer Woche vor. Die Behörde Ispra erwartet das Unwetter mit mehr als 4,5 Meter hohen Wellen zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen an der Ostküste. Gleichzeitig brach vor wenigen Tagen der Vulkan Ätna erneut aus.

An dessen Fuße wurden Teile von Catania komplett überschwemmt. In etliche Häuser flossen Wasser und Schlamm, teilweise fiel der Strom aus. Die Polizei der Stadt meldete nun ein drittes Todesopfer des Starkregens. Eine Frau war wahrscheinlich am Sonntag - so wie auch ihr Mann - aus dem Auto ausgestiegen und von den Wassermassen erfasst worden.

Ihr Körper wurde etwa fünf Kilometer vom Wagen entfernt entdeckt. Zuvor war ihr Mann in etwa zwei Kilometern Entfernung tot aufgefunden worden. Am Dienstag war ein anderer Mann in Catania gestorben, der wohl auch aus seinem Auto ausstieg.

„Albtraum“: Vulkan Ätna auf Sizilien wieder aktiv

Der mehr als 3350 Meter hohe Ätna ist in diesem Jahr bislang sehr aktiv gewesen. Seit Mitte Februar brach er regelmäßig und teils spektakulär aus. Für die Menschen in der Umgebung ist die herabregnende Asche oft ein Problem, auch der Flughafen von Catania musste in der Vergangenheit schon den Betrieb vorübergehend einstellen, weil die Start- und Landebahn verschmutzt war.

Die Regierung Siziliens sicherte den Kommunen im September zwei Millionen Euro Hilfsgelder für die Asche-Schäden zu. Der Landwirtschaftsverband Coldiretti sprach am Samstag davon, dass der „Albtraum“ auf die sizilianischen Äcker zurückkehre. Die Asche sorge für Schäden auf den Anbauflächen. Es brauche Normen, die die Landwirte schützten. Die Reinigung der Äcker brauche Zeit, Wasser und dadurch viel Arbeitseinsatz zu kaum tragbaren Kosten. (dpa/frs)

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