1. Startseite
  2. Welt

Unwetter in Norditalien: „Wasserlawine“ verwüstet ganze Städte - erschreckende Videos

Erstellt:

Von: Christina Denk

Kommentare

In Norditalien toben Unwetter. Nach Hagel und Überschwemmungen ist es am Comer See zu einem Erdrutsch gekommen. Die Feuerwehr musste Menschen aus ihren Häusern retten.

Brienno - Deutschland hat der Starkregen mit einer deutlichen Wucht getroffen. Und auch Italien ist vom Extremwetter geplagt. Seit Wochen gibt es dort Starkregen und Hagel. In der beliebten Urlaubsregion am Comer See haben Regenmassen nun zahlreiche Bewohner von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Erdrutsch verschüttete am Westufer des Sees eine Schnellstraße. Dabei isolierte er rund 50 Menschen in dem Ort Brienno, teilte die Feuerwehr am Dienstag (27.7) mit.

Der Erdrutsch hatte in Brienno zudem ein Gasleck verursacht. Die Bewohner durften ihre Häuser nicht verlassen. Das Wasser sammelte sich zunächst und kam dann flutartig über die Ortschaft, wie ein Bewohner berichtete. „Es war wie eine Wasserlawine. Die ganze Stadt wurde zerstört“, zitiert ntv. Den Bürgermeister habe sie bisher nicht gesehen, sagt die Bewohnerin einer der verwüsteten Städte. Sie seien mit der Katastrophe allein.

Eine ältere Frau wird nahe des Comer Sees von Rettungskräften aus ihren Haus getragen.
In Italien hat es rund um den Comer See aufgrund des Unwetters zahlreiche Rettungsaktionen gegeben. Hier musste eine ältere Frau aus ihrem Haus geborgen werden. © Vigili del Fuoco/dpa

Rettungsaktionen und Bergungen der Feuerwehr folgten. In der betroffenen Region mussten die Einsatzkräfte eine ältere Frau aus ihrem Haus bergen, die dort festsaß. Zwei weitere Häuser wurden evakuiert.

Unwetter in Norditalien: Weitere starke Regenfälle - 60 Rettungen am Comer See

Nicht nur Brienno hat es getroffen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, waren auch andere Teile am Westufer des Comer Sees von den starken Regenfällen betroffen. Insgesamt mehr als 60 Rettungen musste die italienische Feuerwehr am See vornehmen, so übereinstimmende Medienberichte. Vor allem die Stadt Cernobbio, die ebenfalls am See liegt, wurde von den Unwettern und Überschwemmungen getroffen. Der Regen hatte in der Stadt überall Schuttmassen hinterlassen, zeigten Bilder vor Ort. Über Verletzte wurde zunächst nichts berichtet. Die Zivilschutzbehörde sprach von starken Unwettern, die vor allem über die Lombardei zogen.

In Brienno am Comer See hat ein Erdrutsch eine Schnellstraße versperrt.
In Brienno am Comer See waren aufgrund eines Erdrutsches 50 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. © Vigili del Fuoco/dpa

Unwetter in Norditalien: Hagel und Sturm seit über zwei Wochen - Landrat warnt eindringlich

Bereits in den letzten zwei Wochen war der Norden Italiens von Stürmen und Regenmassen betroffen. Am Gardasee tobte eine „Superzelle“, einige Menschen mussten fliehen. Außerdem legte ein Hagelsturm den Verkehr zwischen Mailand und Parma still. Zahlreiche Autos wurden zerstört.

Und auch in Südtirol kam es vereinzelt zu Unwettern und Überschwemmungen. Landesrat Arnold Schuler, der im Südtiroler Landtag sitzt, hatte die Bevölkerung am Dienstag (27.7) daher noch einmal eindringlich vor Gewittern gewarnt, zitiert stol.it. Die Niederschläge seien oft sehr lokal, weshalb bei Gewittern besondere Vorsicht geboten sei. „Wir haben an den Beispielen in unseren Nachbarländern Deutschland und Österreich gesehen, wie schnell die Situation außer Kontrolle geraten kann“, so Schuler deutlich bei stol.it. (chd mit dpa)

Auch interessant

Kommentare