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Waldbrände in Italien und Frankreich: Weitere Todesopfer gemeldet - Touristen fliehen vor den Flammen

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Frankreich, Fabrezan: Menschen beobachten einen Waldbrand.
Frankreich, Fabrezan: Menschen beobachten einen Waldbrand. © Idriss Bigou-Gilles/AFP/dpa

Vielerorts steht Europa noch immer in Flammen. Während in Italien mindestens fünf Menschen ums Leben kamen, meldet Frankreich wohl zwei Todesopfer. Und auch in Griechenland brennt es noch immer.

Rom/Toulon/Athen - Der Sommer neigt sich zwar dem Ende zu, doch vielerorts in Europa wird noch immer gegen die Flammen angekämpft. Während in Südfrankreich bereits zwei Todesopfer zu beklagen sind, lodern in Italien die Flammen in gleich mehreren Teilen des Landes. Und auch in Griechenland frisst sich das Feuer durch immer mehr Gebiete in den Vororten von Athen.

Frankreich: Waldbrände in Südfrankreich - zwei Todesopfer gemeldet

Mit einem Großaufgebot kämpft die Feuerwehr in Südfrankreich weiter gegen ausgedehnte Waldbrände. Die Behörden meldeten ein Todesopfer, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, soll es jedoch bereits zwei Todesopfer in Südfrankreich gegeben haben. Zudem seien die Flammen im bergigen Hinterland der Bucht von Saint-Tropez noch nicht unter Kontrolle und 7000 Hektar Gelände bereits verbrannt. Das teilte die Präfektur in der Mittelmeerstadt Toulon am Mittwoch mit. Doch nicht nur Anwohner waren vor den Flammen in Sicherheit gebracht worden, auch Touristen mussten ihre Unterkünfte verlassen. Etwa 7.000 Personen seien in Sicherheit gebracht worden, sie hätten die Nacht in Notunterkünften verbracht.

Nach Angaben der Präfektur wurden bislang fünf Feuerwehrleute bei dem Einsatz leicht verletzt, rund 20 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Die Brände waren nach großer Trockenheit und Hitze am Montag ausgebrochen. Zudem bekämpften über 300 Feuerwehrleute einen weiteren Brand in der Nähe des südfranzösischen Weinorts Beaumes de Venise in der Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur. 130 Menschen, darunter auch Touristen, wurden dort in Sicherheit gebracht.

Italien: Brände lodern an verschiedenen Orten - Offenbar fünftes Todesopfer gemeldet

Und auch in Italien kämpfen Feuerwehrleute weiter gegen die Flammen. In der süditalienischen Region Kalabrien ist ein weiterer Mensch vermutlich im Zusammenhang mit den Waldbränden gestorben. In der Kommune Acquaro sei in der Nacht zum Mittwoch die halbverbrannte Leiche eines 78-Jährigen gefunden worden, bestätigten die Carabinieri der angrenzenden Gemeinde Aren am Mittwoch. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge untersuchten Ermittler die Umstände des Todes noch. In Kalabrien wüteten in den vergangenen beiden Wochen heftige Waldbrände. Vier Menschen kamen dabei bereits ums Leben.

Und auch im Norden Italiens hatten die Feuerwehren vieler Gemeinden weiterhin mit den Auswirkungen der Naturkatastrophen zu kämpfen, allerdings mit den Folgen heftigen Regenwetters. In Südtirol entfernten Einsatzkräfte Schlamm, nachdem im Norden der Provinz Bäche über die Ufer getreten waren. In Venetien zählte die Feuerwehr bis Mittwoch Hunderte Unwettereinsätze in zwei Tagen.

Griechenland: Brände klingen nicht ab - Hunderte Feuerwehrleute versuchen Flammen einzudämmen

Griechische Feuerwehrleute haben den dritten Tag in Folge gegen einen unkontrollierten Wald- und Buschbrand im Westen Athens gekämpft. Am Mittwoch drehte sich der Wind und ein Flammenmeer fraß sich aus den Bergen herunter in tiefere Gebiete. Das Feuer bedrohte Häuser im Raum der Ortschaft Vilia, wie das Fernsehen zeigte. Hubschrauber und Löschflugzeuge, Hunderte Feuerwehrwehrleute sowie freiwillige Helfer versuchten weiter, die Flammen einzudämmen.  

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