Italienisches Luxushotel verbietet Schleier

Rimini - Ein Luxushotel im norditalienischen Rimini an der Adria verbietet Mitarbeitern und Praktikanten das Tragen von Schleiern - auch wenn das Gesicht dabei zu sehen ist.

 Wie der Mailänder “Corriere della Sera“ am Mittwoch berichtete, konnte eine 17-jährige Muslimin jetzt ein dreiwöchiges Praktikum in dem Hotel nicht antreten, weil sie aus religiösen Gründen auf ihren “Hidschab“-Schleier nicht verzichten wollte.

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Beim “Hidschab“ handelt es sich um ein Haare und Hals bedeckendes Kopftuch, das das Gesicht freilässt. “Wir folgen internationalen Kriterien der Höflichkeit, die nichts mit politischen Meinungen oder Religion zu tun haben“, argumentierte die Direktion des Hotels.

Es gehe um grundsätzliche Benimmregeln, einem Mädchen mit Piercing würden sie schließlich auch keine Zusage erteilen. Auch die Präsidentin des Hotelierverbands von Rimini, Patrizia Rinaldi, verteidigt das Vorgehen. Das Hotel habe sicher “niemanden diskriminieren wollen“. In Italien verbietet ein Gesetz seit 1975 die Vermummung auf öffentlichen Plätzen, egal ob mit Motorradhelm oder Burka. Im norditalienischen Varallo wurde 2009 ein Schleierverbot erlassen, bei dem es allerdings um das Gesicht verdeckende Schleier ging.

dpa

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