Jäger erschießt Pferd - Jagdschein weg

Koblenz - Weil er ein Pferd mit einem Wildschwein verwechselte und das Tier erschoss, muss ein Jäger nach einem Gerichtsurteil seinen Jagdschein abgeben.

Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz in einem am Montag veröffentlichten Beschluss entschieden (Aktenzeichen: 6 L 828/12.KO). Die Richter gaben damit der Kreisverwaltung des Landkreises Bad Kreuznach recht, die ihm den Schein nach dem Vorfall im Sommer vor einem Jahr vorläufig entzogen hatte. Damals hatte er bei einer nächtlichen Jagd das Tier beim Grasen auf einer Koppel mit einem Schuss in den Hals getötet. Er gab an, das Pferd für ein Wildschwein gehalten zu haben.

Der Jäger wehrte sich gegen die Entscheidung der Verwaltung und betonte laut Gericht, es habe sich um eine verhängnisvolle Verwechslung gehandelt. Die Richter verwiesen indes auf das Bundesjagdgesetz. Demnach sei ein Jagdschein für ungültig zu erklären, wenn der Inhaber nicht die „erforderliche Zuverlässigkeit“ besitze, etwa wenn er Waffen und Munition missbräuchlich oder leichtfertig verwende. Dies sei hier der Fall.

Nach Aussagen des Jagdpächters sei es in der Nacht hell genug gewesen, um das Tier zu erkennen. Zudem sei das hellbraun-weiß gescheckte Pferd gut von einem Wildschwein zu unterscheiden gewesen. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eingelegt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mann wollte Frau helfen und wurde brutal verprügelt
Niklas Holtmann (24) wollte einer jungen Frau helfen. Seine Courage machte ihn zum Opfer eines Gewaltdeliktes und brachte ihm einen viertägigen Krankenhausaufenthalt ein.
Mann wollte Frau helfen und wurde brutal verprügelt
Linken-Politiker Tempel: Drogenbeauftragte enttäuscht
Berlin (dpa) - Die Partei Die Linke hat der Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) eine enttäuschende Bilanz in der zu Ende gehenden Legislaturperiode vorgeworfen.
Linken-Politiker Tempel: Drogenbeauftragte enttäuscht
Das sind die drei Tatorte von Spanien
Bei dem Terroranschlag in Spanien und dem nächtlichen Einsatz der Polizei spielten drei Orte eine Rolle:
Das sind die drei Tatorte von Spanien
Mann macht Toilettenpause - dann ist sein Auto weg
Ein Mann macht in Niedersachsen eine Toilettenpause. Währenddessen macht sich sein Auto selbständig und rollt in die Ems. Jetzt sucht die Polizei nach dem Fahrzeug.
Mann macht Toilettenpause - dann ist sein Auto weg

Kommentare