Fataler Fehlschuss

Jäger verwechselt Islandpony mit Wildschwein

Berlin - Fataler Fehlschuss: Weil er ein Islandpony mit einem Wildschwein verwechselte und es tötete, muss ein Jäger aus Berlin seinen Waffenschein abgeben.

Das Verwaltungsgericht der Hauptstadt bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Beschluss der Waffenbehörde. Der Mann hatte das Pony im August vergangenen Jahres bei einer Jagd in der Nähe eines Pferdehofs tödlich verletzt. Daraufhin widerrief die Waffenbehörde seine waffen- und munitionsrechtliche Erlaubnis. (VG 1 L 251.13)

Der Jäger legte dagegen Beschwerde ein mit der Begründung, ein einziger Fehlschuss könne die waffenrechtliche Zuverlässigkeit nicht in Frage stellen. Zudem sei es bei der Schussabgabe bereits dunkel gewesen.

Das Verwaltungsgericht bestätigte nun die Entscheidung der Waffenbehörde unter Verweis auf die fehlende Zuverlässigkeit des Jägers. Zu den "elementaren Verhaltensregeln" gehöre, dass der Jäger einen Schuss nur dann abgebe, wenn er sich über das Tier, das er beschieße, vergewissert habe. Ansonsten verbiete jede noch so geringe Unsicherheit den Schuss. Zudem habe der Antragsteller damit rechnen müssen, in seinem in der Nähe eines Pferdehofes gelegenen Jagdbereich einem Pony zu begegnen.

Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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