Jagd auf Bin Laden soll bald wieder beginnen

- Washington/Kabul - Sieben US-Soldaten sind in Ost-Afghanistan bei der Explosion eines Waffenlagers getötet worden. Der Vorfall, über dessen Ursache zunächst nichts bekannt wurde, fiel in die Vorbereitungen für eine Frühjahrs-Offensive der US-Truppen in Afghanistan. Ziel sei es vor allem, den Terroristenführer Osama bin Laden und den früheren afghanischen Machthaber Mullah Mohammed Omar zu gefangen zu nehmen, berichtete der Nachrichtensenders CNN. Hohe US-Offiziere in Afghanistan bestätigten dies.

Neben den Toten bei der Explosion nahe der Stadt Gasni im Osten Afghanistans wurden nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums drei weitere Soldaten und ein afghanischer Übersetzer verletzt. Ein anderer Soldat werde noch vermisst. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit Washington) war noch unklar, ob es sich um einen Unfall oder einen Angriff auf die US-Truppen handelte.

Die Vorbereitung der Frühjahrsoffensive ist nach CNN-Informationen bereits in vollem Gange. Sie soll beginnen, sobald der Schnee taut. Nach Informationen der Zeitung «Chicago Tribune» schließt das US-Militär bei der Offensive diesmal auch Einsätze im Nachbarland Pakistan nicht aus, da Bin Laden im Grenzgebiet vermutet werde.

Pakistans Präsident Pervez Musharraf, der wegen seiner Allianz mit den USA im eigenen Land unter Druck steht und der im Dezember nur knapp zwei schweren Attentaten entging, hat allerdings dem Pentagon bisher keine Erlaubnis für solche Einsätze gegeben.

Die USA hatten das Taliban-Regime in Afghanistan, das Bin Laden Zuflucht gewährte, im Herbst 2001 nach den Anschlägen vom 11. September auf das World Trade Center und das Pentagon vertrieben. Zurzeit sind etwa 8500 US-Soldaten in Afghanistan stationiert.

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