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Glückwunsch: Bürgermeisterin Ilse Weiß gratuliert Adelgunde und Wilhelm Loibl zum 65. Hochzeitstag. Die beiden haben 1946 geheiratet.

65 Jahre Eheglück beginnen mit Platzmangel im Kino

Neuried - Eiserne Hochzeit: 65 Jahre sind vergangen seit Adelgunde und Wilhelm Loibl den Bund fürs Leben schlossen. Ihre gemeinsame Geschichte begann, weil im Kino Platzmangel herrschte.

Adelgunde und Wilhelm Loibl haben 1946 geheiratet.

Treue und Liebe für ein ganzes Leben – dieser Herzenswunsch vieler Menschen ist für Adelgunde und Wilhelm Loibl in Erfüllung gegangen. Nach 65 Jahren Ehe feierte das Neurieder Paar am Mittwoch Eiserne Hochzeit. Bürgermeisterin Ilse Weiß überbrachte Glückwünsche der Gemeinde und überreichte den Jubilaren einen Topf voller Orchideen. An den Moment, als sie sich kennen lernten, erinnert sich die 83-Jährige gern. „Ich wollte im Alhambra-Kino an der Lindwurmstraße Eintrittskarten für mich und meine Mutter kaufen“, erzählt Adelgunde Loibl. Ein junger Mann, der gerade aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, beobachtete aufmerksam, wie sie abgewiesen wurde, weil es nur noch einen Platz gab. „Ich habe zu meiner Mutter gesagt: ,Geh’ du rein, ich hab’ den Film schon gesehen’.“ Da ließ der gutaussehende Fremde seinen Spezl stehen, ging auf die damals 18-Jährige zu und fragte, ob er sie auf ein Glas Wein einladen dürfte. Er durfte – und ein Jahr später wurde Hochzeit gefeiert. Da war das gemeinsame Baby bereits unterwegs.

Als selbstständiger Werkzeug- und Formenbauer war Wilhelm Loibls Freizeit oft recht knapp bemessen. Doch zum Bergwandern und für das Reiten im Verein nahmen sich die beiden Münchner stets den nötigen Freiraum. „Wir sind sogar beim Wiesn-Festzug mitgeritten“, schwärmt die gelernte Buchhalterin. Und als sie und ihr Mann nach dem Tod ihres Sohnes die familieneigene Firma im Jahr 1990 verkauften und nach Neuried zogen, hatten sie am Haus immer jede Menge zu tun. „Langweilig ist es uns nie geworden“, sagt Adelgunde Loibl. „Im Haushalt mache ich noch alles selber, mein Mann kocht und ist oft im Garten beschäftigt.“

Dass sie nach 65 Jahren noch immer ein Herz und eine Seele sind, hat sicher auch mit der Toleranz in ihrer Partnerschaft zu tun. „Man darf den anderen nicht verändern“, gibt die Jubilarin zu bedenken. „Man muss auf den anderen eingehen und vieles akzeptieren.“

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