Jahrestag: Gedenken am Unglücksort der Loveparade

Duisburg - Die erschreckenden Bilder haben noch viele im Kopf: In der Nacht zum Jahrestag der Massenpanik bei der Loveparade 2010 haben zahlreiche Menschen am Unglücksort in Duisburg der Opfer gedacht.

Betroffene, die die Katastrophe am 24. Juli 2010 miterlebt hatten, zündeten am späten Samstagabend im Karl-Lehr-Tunnel Kerzen für die 21 Toten an. Rote und weiße Blumenkränze waren unterhalb der Treppe aufgestellt, an der es zu dem tödlichen Gedränge gekommen war. Die Stufen säumten 21 weiße Kreuze. Auch Fotos der Opfer waren aufgestellt.

An diesem Sonntag werden mehrere tausend Trauergäste zu einer Gedenkfeier im Duisburger MSV-Fußballstadion erwartet. Zu der Feier wollen unter anderem NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und der CDU-Landesvorsitzende Norbert Röttgen kommen. Der heftig kritisierte Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland wird nicht daran teilnehmen.

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Bilder: Massenpanik auf der Loveparade

Im Anschluss an die öffentliche Feier wollen die Hinterbliebenen der Opfer zu stiller Trauer am abgesperrten Unglücksort zusammenkommen. Die Schuldfrage der Katastrophe mit 21 Toten und mehr als 500 Verletzten ist bis heute ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 16 Beschuldigte.

dpa

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