Leichtes Spiel für Betrüger

Polizei warnt: Jahreszahl 2020 lieber Ausschreiben

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Die Jahreszahl 2020 sollte nicht abgekürzt werden. Davor warnen Polizei und Behörden. Der Hintergrund ist einleuchtend.

  • Behörden und Polizei warnen: Die Jahreszahl 2020 sollte ausgeschrieben werden.
  • Fälscher können die Fristen sonst ohne Umstände ändern - zum Nachteil des Unterzeichnenden.
  • Gerade bei wichtigen Dokumenten wie Verträgen sollte auf die vollständige Schreibweise geachtet werden. 

Fast jeder kennt es: Jahreszahlen werden bei Unterschriften immer wieder gerne abgekürzt - aus Faulheit oder Effizienz. Doch das kann im Jahr 2020 gefährlich werden. Davor warnen Behörden und die Polizei. 

Der Grund: Fälscher können die abgekürzte Schreibvariante 20 einfach für ihre kriminellen Machenschaften missbrauchen. Zeitliche Fristen in schriftlichen Vereinbarungen können problemlos vordatiert und in die Vergangenheit gesetzt werden. Betrüger müssen dafür nur zwei weitere Zahlen hinter die 20 setzen. 

Gerade bei Verträgen sollte 2020 auf die richtige Schreibweise geachtet werden

So kann beispielsweise die verkürzte Schreibweise von 01.01.2020 ganz einfach in 01.01.2022 manipuliert werden - mit möglichen Nachteilen für den Unterzeichnenden. Gerade bei Vertragsunterschriften sollte auf die vollständige Schreibweise geachtet werden - vor allem, wenn man es mit unbekannten Vertragspartnern zu tun hat. 

Sonst kann schnell rechtlicher Ärger drohen. Auch bei anderen wichtigen Schriftstücken wie Quittungen, Urkunden und Gutscheinen sollte man auf die korrekte Schreibweise achten. 

2020: Die Empfehlung ist aus den USA nach Deutschland geschwappt

Ein Beispiel: Wer ab dem 01.01.2020 einer monatlichen Zahlung zugestimmt, Kriminelle das Datum im Nachhinein aber in 01.01.2019 ändern, muss ein Jahr länger als eigentlich vertraglich vereinbart zahlen. 

Die Empfehlung ist aus den USA nach Deutschland geschwappt. Zunächst hatten US-Behörden vor der möglichen Betrugsmasche gewarnt. Auf Anfragen mehrerer Bürger hat sich unter anderem die bayerische Verbraucherzentrale der Warnung angeschlossen. 

Auch bei elektronischen Dokumenten wie Tablets ist 2020 Vorsicht geboten

Auf ihrer Website heißt es: "Die bayerische Verbraucherzentrale warnt davor, in wichtigen Dokumenten das neue Jahr nur mit den letzten zwei Ziffern abzukürzen - also 20 statt 2020 zu schreiben". 

Vor allem bei elektronischen Dokumenten wie Tablets gilt Vorsicht: Hier können Fristen noch leichter nachträglich geändert werden, als bei handschriftlichen Papieren. 

Weitere Masche: Verbraucherschützer warnen vor Betrug mit dubiosen Inkasso-Briefen. So wollen Betrüger ahnungslose Verbraucher um ihr Geld erleichtern.

Ein junger Mann hat den US-amerikanischen Online-Versandhändler um 330.000 Euro geprellt. Sein Trick: Er nutzte Rücksendungen beim Online-Shopping.

Von Jan Wendt

Rubriklistenbild: © picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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