Entwarnung nach Bombendrohung auf Jahrmarkt

Bad Kreuznach - Nach einer Bombendrohung ist eines der größten Volksfeste in Rheinland-Pfalz mit 50.000 Besuchern evakuiert worden. Am Sonntag gab es dann die Entwarnung.

Jähes Ende für Achterbahnfahrten und Karussell-Runden: Nach einer Bombendrohung hat die Polizei am Samstagabend den Bad Kreuznacher Jahrmarkt geräumt. Etwa 50 000 Besucher mussten das Gelände in Rheinland-Pfalz verlassen. Fast 300 Beamte waren im Einsatz, um die Menschen nach Hause zu schicken und den Rummelplatz abzusuchen. Am frühen Sonntagmorgen gab die Polizei Entwarnung: Es wurde nichts Verdächtiges gefunden.

Der Jahrmarkt, eines der größten Volksfeste in Rheinland-Pfalz, durfte am Sonntag wieder öffnen. Die Schausteller befürchten, dass ihnen durch das vorzeitige Ende des Festes am Samstagabend Einnahmen zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro entgangen sind.

Die Bombendrohung war am Samstagnachmittag eingegangen, sagte ein Sprecher der Polizei in Mainz. Der Anrufer habe einen ausländischen Akzent gehabt. Weitere Details nannte er aus “ermittlungstaktischen Gründen“ nicht. Die Drohung sei “sehr ernst“ genommen worden. Deshalb habe der Rummel geräumt werden müssen.

Dem Täter droht laut dem Präsidenten des Mainzer Polizeipräsidiums, Karl-Heinz Weber, nicht nur ein Strafverfahren - er müsse auch damit rechnen, dass er die Kosten des Einsatzes und den Schaden der Schausteller zu begleichen habe.

Die Beamten hatten dem Präsidiumssprecher zufolge unter anderem mit Lautsprechern die Festbesucher zum Gehen aufgefordert. “Es gab keine Panik, es lief sehr geordnet ab.“ Innerhalb einer Stunde war das Gelände leer. Die Menschen wurden nach Hause geschickt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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