Entsorgung von Fukushima könnte zehn Jahre dauern

Tokio - Die Entsorgung der Reaktoren des AKW Fukushima könnte nach Einschätzung eines Experten bis zu zehn Jahre dauern. Denn: “Mit Blick auf die Gefühle der Anwohner" sei es schwierig, den Betrieb wieder aufzunehmen.

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Die Entsorgung der Reaktoren des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins könnte nach Einschätzung eines Experten bis zu zehn Jahre dauern. Das berichtete die Zeitung “Asahi Shimbun“ am Montag in ihrem Facebook-Profil und berief sich auf einen Informanten des AKW-Betreibers Tepco. Wegen radioaktiverStrahlung sei es sehr wahrscheinlich, dass die beschädigten Brennelemente in den Reaktordruckbehältern der Blöcke 1,2 und 3 nicht abmontiert werden könnten, sagte der Informant der Zeitung. Die Blöcke 5 und 6 hätten dagegen keinen großen Schaden davongetragen. Theoretisch könnten sie deswegen wieder in Betrieb genommen werden.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Wochenende

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“Mit Blick auf die Gefühle der Anwohner wäre es allerdings schwierig, den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Entsorgung aller sechs Reaktoren ist daher unvermeidlich“, wird der Tepco-Mitarbeiter zitiert.

Am Sonntag hatte Regierungssprecher Yukio Edano demnach die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerks als nahezu unmöglich bezeichnet. Laut der Zeitung soll zudem der Bürgermeister der Stadt Koriyama in der Präfektur Fukushima, Masao Hara, Wirtschaftsminister Banri Kaieda darum gebeten haben, Fukushima Eins nicht mehr in Betrieb gehen zu lassen.

dpa

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