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Sushi-Mahlzeit: Nach der Japan-Katastrophe: ändert der Hersteller "Tsunami Sushi" seinen Namen.

Japan-Katastrophe: Hersteller "Tsunami Sushi" ändert Namen

Neuss - Nach der Naturkatastrophe in Japan hat sich der nach eigenen Angaben umsatzstärkste deutsche Sushi-Produzent “Tsunami Sushi Bars“ umgenannt.

“Wenn Sie die Emails lesen, die wir bekommen haben, was da alles an Beschimpfungen drinsteht, da glauben Sie, wir wären schuld an der Katastrophe“, sagte Geschäftsführer Tim Hörnemann der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Bei einem Notartermin vor rund einer Woche sei deshalb der Name des Unternehmens in “Natsu Asian Foods“ umgeändert worden. “Natsu“ ist japanisch und bedeutet “Sommer“.

Allerdings sei die Namensänderung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) kompliziert, sagte Hörnemann. Deswegen dauere es noch, bis der Name endgültig überall geändert sei. Ab diesem Freitag seien aber keine Produkte mehr unter dem Namen “Tsunami Sushi Bars“ in den deutschen Supermärkten zu finden, sagte Hörnemann.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Dienstag

Japan-Katastrophe: Bilder vom Dienstag

Ursprünglich sei der Firmenname in Anlehnung an einen US-Produzenten mit ähnlichem Namen entstanden. “Das war in einem Kalifornienurlaub 2003. Wir fanden den Namen einfach typisch Japanisch und vor 2004 hat auch niemand mit dem Wort Tsunami irgendetwas Negatives verbunden.“ Die Bezeichnung “Tsunami“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet “Hafenwelle“.

“Tsunami Sushi Bars“ produziert seit 2004 im nordrhein-westfälischen Neuss Frisch-Sushi-Packungen für Supermärkte - pro Jahr nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Stück. Dabei würden keine Produkte aus Japan verwendet, sagte Hörnemann. Fisch, Gemüse, Gewürze und Reis stammten vorwiegend aus den USA, Thailand und Deutschland. Bislang seien noch keine Einbrüche bei der Nachfrage bemerkbar. “Die ist sehr konstant geblieben.“

dpa

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