+
Japans Premierminister Naoto Kan.

Japan: Abkehr von der Atomkraft

Tokio - Die Folgen der Fukushima-Katastrophe haben offenbar ein Umdenken bewirkt. Premierminister Naoto Kan kündigte an, Japan wolle aus der Atomkraft aussteigen. Einige Fragen bleiben allerdings offen.

Vier Monate nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima plant die japanische Regierung offensichtlich eine Kehrtwende in ihrer Energiepolitik.

Premierminister Naoto Kan kündigte am Mittwochabend (Ortszeit) an, Japan wolle in “Etappen“ aus der Atomkraft aussteigen, gab aber keinen genauen Zeitplan an. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Fukushima: Schock-Bilder aus der Todeszone

Fukushima: Schock-Bilder aus der Todeszone

Der Plan bedeutet eine Abkehr von der früheren Regierungslinie. Japan bezieht zurzeit etwa 30 Prozent der Energie aus Atomkraft und hatte vor dem März geplant, diesen Anteil bis zum Jahr 2030 auf 53 Prozent zu erhöhen.

Kan hat sich bereits in den vergangenen Wochen für eine Verringerung des Anteils der Atomenergie ausgesprochen. Japan solle erneuerbare Energien wie Solar- und Windenergie sowie Biomasse entwicklen, sagte er. Der zweite Pfeiler der japanischen Energiepolitik solle das Energiesparen sein.

dpa/dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sturmtief „Friederike“: Sechs Menschen kommen ums Leben
Bisher drei Tote, der Fernverkehr der Bahn bundesweit eingestellt. Schuld ist das zum Orkan hochgestufte Sturmtief „Friederike“. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Sturmtief „Friederike“: Sechs Menschen kommen ums Leben
Weg nach St. Anton frei: Straßensperren nach Lawinengefahr aufgehoben
Der österreichische Wintersportort St. Anton am Arlberg ist wieder per Auto erreichbar.
Weg nach St. Anton frei: Straßensperren nach Lawinengefahr aufgehoben
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Genf (dpa) - Das Jahr 2017 war nach Angaben mehrerer Klima-Institutionen unter den drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei habe es diesmal nicht wie in den …
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen Salmonellen hat die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer eine Charge Teewurst zurückgerufen.
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen

Kommentare