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Taifun "Lionrock" vor der Ostküste Japans (NASA-Satellitenbild).

Fünf Menschen verletzt

Starker Taifun trifft auf Tsunami-Region in Japan

Tokio - Japan wird immer wieder von Naturgewalten heimgesucht. Diesmal traf ein schwerer Taifun auf den Nordosten, wo vor fünf Jahren Tausende bei einer Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen waren.

Ein heftiger Taifun hat in Japan die vor fünf Jahren verwüsteten Tsunami-Gebiete mit starken Regenfällen und Sturmböen überzogen. „Lionrock“ traf am Dienstagabend (Ortszeit) als erster vom Pazifik heranstürmender Taifun seit Jahrzehnten in der Region Tohoku auf Land, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Rund 410 000 Menschen waren aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. In Notunterkünften wurden Decken und Lebensmittel für die Menschen bereitgestellt. Zwar schwächte sich der Taifun in der Nacht zum Mittwoch über dem Japan-Meer zu einer Tiefdruckzone ab. Doch die Behörden warnten vor den Gefahren durch mögliche Erdrutsche.

Mindestens fünf Menschen erlitten Medienberichten zufolge Verletzungen. Viele Schulen wurden geschlossen, der regionale Bahn- und Flugverkehr war beeinträchtigt. Mehr als 100 Flüge aus und in die Region fielen aus. In rund 35 000 Haushalten fiel zwischenzeitlich der Strom aus. Stellenweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an, Bäume stürzten um, Häuser wurden beschädigt, Lastwagen stürzten durch die schweren Sturmböen um.

In dem bei der Tsunami-Katastrophe vor gut fünf Jahren verwüsteten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurden Pumpen eingesetzt, um zu verhindern, dass erneut verstrahltes Wasser in den angrenzenden Ozean gelangt. Berichte über weitere Schäden an der Atomruine gab es zunächst nicht.

Es war das erste Mal seit Beginn der Datenerfassung durch die Meteorologische Behörde im Jahr 1951, dass ein pazifischer Taifun auf die Region Tohoku traf. Er war an der Hauptstadt Tokio entlang herangerückt, dann zunächst abgedriftet, bevor „Lionrock“ dann einen Schwenk zurück auf das Inselarchipel machte und darüber hinwegzog.

dpa

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