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Die Folgen des Austritts von Radioaktivität werden von Fukushima werden wissenschaftlich untersucht.

Japan: Wissenschaftliche Untersuchung der UN

Wien - Die Vereinten Nationen haben entschieden, dass die Folgen des Austritts von Radioaktivität in Fukushima wissenschaftlich untersucht werden. Die Beurteilung wird mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Die Gefahr am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist nach Einschätzung von UN-Strahlenexperten noch nicht gebannt. “Die Notfallsituation ist noch nicht vorbei“, sagte Wolfgang Weiss, Vorsitzender des UN-Komitees zu den Effekten atomarer Strahlung (UNSCEAR), am Montag in Wien. Die bisher ausgetretene Radioaktivität könne man in den Griff kriegen, sagte Weiss am Beginn des einwöchigen Treffens des Komitees. “Aber wir wissen nicht, was kommt. Man erwartet in diesem Jahr noch zwei Erdbeben mit der Stärke acht. Kein Mensch weiß, ob die Bausubstanz, die nun mürbe ist, das übersteht“.

Damit könnten neue Probleme aufkommen, sagte Weiss, der auch Leiter der Abteilung Strahlenschutz und Gesundheit beim Bundesamt für Strahlenschutz ist. Er verweist aber auch auf positive Entwicklungen: “Die gute Nachricht ist, dass die Restwärme sinkt und mit jedem Tag die kurzlebigen Radionuklide zerfallen.“ Die UNSCEAR will in Zusammenarbeit mit Behörden vor Ort und unabhängigen Institutionen die Folgen des Austritts von Radioaktivität in der zerstörten Anlage wissenschaftlich untersuchen.

Das Komitee will bei dem Routinetreffen in Wien festlegen, wie es bei seiner Arbeit zu Fukushima vorgehen wird. Ein vorläufiger Bericht soll in einem Jahr vorgelegt werden. “Wir brauchen Zeit“, sagte Weiss. “Die Beurteilung wird zunächst sehr vage sein.“ Eine abschließende Einschätzung der Strahlenbelastung nach dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März 2011 werde mindestens zwei Jahre dauern.

UNSCEAR wird dabei keine eigenen Messungen und Erhebungen vornehmen, sondern hängt nach Weiss' Angaben stark von wissenschaftlicher Informationen aus japanischen Institutionen ab. Auf dieser Datenbasis sollen verschiedene Probleme untersucht werden. Unter anderem soll festgestellt werden, in welchem Ausmaß die Bevölkerung betroffen ist und welche Auswirkungen es auf die Umwelt gibt.

Neben seinem Leiter Weiss gehören UNSCEAR noch Wissenschaftler aus 21 Ländern an. Auch zum Atomunfall 1986 in Tschernobyl hat die Expertenkommission mehrere Berichte erstellt. 

dpa

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