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Masazo Nonaka lebt mit seiner Familie in einem Gästehaus mit heißer Naturquelle, das ebenfalls über 100 Jahre alt ist und von ihm geführt wurde. Foto: Masanori Takei/Kyodo News/AP

Im Land der Langlebigen

Japaner gilt mit 112 Jahren jetzt als ältester Mann der Welt

Tokio (dpa) - Ein 112 Jahre alter Japaner gilt jetzt als ältester Mann der Welt. Der auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido lebende Masazo Nonaka war dort am 25. Juli 1905 geboren worden, wie die Organisation des "Guinness-Buch der Rekorde" bekanntgab.

Im selben Jahr hatte Albert Einstein seine Relativitätstheorie veröffentlicht. Nonakas Vorgänger als ältester Mann der Welt war der Holocaust-Überlebende Israel Kristal, der im vergangenen Jahr im Alter von 113 gestorben war.

Der Japaner Nonaka lebt mit seiner Familie in einem Gästehaus mit heißer Naturquelle, das ebenfalls über 100 Jahre alt ist und von ihm geführt wurde. Nonakas Frau, mit der er zwei Söhne und drei Töchter hat, starb 1992.

Als ihm Vertreter des "Guinness-Buch der Rekorde" das Zertifikat als ältester Mann der Welt zu Hause überreichten, spreizte der geistig rege Japaner zwei Finger lächelnd zum Siegeszeichen und sagte "Danke", wie örtliche Medien berichteten.

Er sitze zwar im Rollstuhl, sei aber im Alltag nicht auf besondere Pflege angewiesen. Jeden Morgen lese er Zeitung und schaue sich im Fernsehen gerne Sumo-Kämpfe und Opern an, hieß es. Ansonsten liebt Nonaka es, ein heißes Bad im Onsen, wie Japans heiße Naturquellen heißen, zu nehmen und Süßigkeiten zu naschen. Besonders Kuchen, wie seine Tochter verriet.

Zur Langlebigkeit der Japaner tragen die gesunde traditionelle Küche, Fortschritte in der Medizin und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein bei. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Japaner in einem der sichersten und reichsten Länder der Welt leben. Im vergangenen Jahr lebten fast 68.000 Hundertjährige in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt - so viele wie nie zuvor. Allerdings hat Japans Bevölkerung angesichts der niedrigen Geburtenrate real zu schrumpfen begonnen.

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