Menü kostete knapp 200 Euro

Japaner kocht und serviert eigene Genitalien

Tokio - Achtung unappetitlich! Ein Japaner hat sich seine Genitalien entfernen lassen und zahlenden Gästen als Mahlzeit serviert. Was der Künstler damit bezwecken wollte:

Der 23-Jährige asexuelle Maler Mao Sugiyama hat sich im März seine Gentitalien entfernen lassen und eingefroren. Zwei Monate später bereitete er seine Geschlechtsteile mit Petersilie und Pilzen zu und servierte das Menü für umgerechnet knapp 200 Euro pro Person an drei Bekannte. Wie die Kronenzeitung aus Österreich berichtet, wolle der Künstler nach eigenen Angaben die hohen Arztkosten decken und mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Minderheiten erreichen.

Bürgermeister Ryo Tanaka vom Tokioter Stadtteil Suginami reichte Beschwerde ein und die Staatsanwaltschaft nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Dem Künstler wird "unzüchtige Entblößung" vorgeworfen. Die Zubereitung seiner Genitalien wird dem 23-Jährigen nicht zur Last gelegt. Sollte es zu einer Anklage kommen, drohen dem Künstler und seinen drei Gästen bei einer Verurteilung bis zu zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 24.500 Euro.

Sugiayama behauptete, sich im Vorfeld juristisch abgesichert zu haben. Sämtliche Vorschriften über verbotetenen Organhandel, den Umgang mit Krankenhausmüll sowie die Lebensmittelsicherheit seien demnach eingehalten worden.

tz

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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