Aufwachsen im Elend: Bis 2030 könnten mit besserer Versorgung 30 Millionen Neugeborene und 30 Millionen weitere Kinder unter fünf Jahren gerettet werden. Foto: Bilawal Arbab
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Aufwachsen im Elend: Bis 2030 könnten mit besserer Versorgung 30 Millionen Neugeborene und 30 Millionen weitere Kinder unter fünf Jahren gerettet werden. Foto: Bilawal Arbab
Die Haupttodesursachen sind Lungenentzündungen und Durchfall. Foto: Kristin Palitza
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Die Haupttodesursachen sind Lungenentzündungen und Durchfall. Foto: Kristin Palitza
Zehn Prozent aller Todesfälle bei Neugeborenen ereignen sich in Pakistan. Foto: Zia Khan
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Zehn Prozent aller Todesfälle bei Neugeborenen ereignen sich in Pakistan. Foto: Zia Khan
Kinderarbeit in Indien: Die Sterblichkeitsrate von Kindern auf dem Subkontinent ist dramatisch hoch. Foto: Piyal Adhikary
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Kinderarbeit in Indien: Die Sterblichkeitsrate von Kindern auf dem Subkontinent ist dramatisch hoch. Foto: Piyal Adhikary
Eine indische Mutter sitzt mit ihrem unternernährten Kind in ihrer Wohnung in Bhopal. Foto: Sanjeev Gupta
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Eine indische Mutter sitzt mit ihrem unternernährten Kind in ihrer Wohnung in Bhopal. Foto: Sanjeev Gupta
Gesundheitsstation im Südsudan: Millionen Kinder sterben an leicht vermeidbaren Erkrankungen. Foto: Jürgen Bätz
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Gesundheitsstation im Südsudan: Millionen Kinder sterben an leicht vermeidbaren Erkrankungen. Foto: Jürgen Bätz

UN-Bericht

Jeden Tag sterben 15 000 Kinder unter fünf

Kein trinkbares Wasser, keine Medikamente, keine Ärzte: Millionen Kinder sterben jedes Jahr an eigentlich vermeidbaren Krankheiten. Besonders dramatisch ist ihre Lage in Indien mit 24 Prozent aller Todesfälle bei Neugeborenen.

Genf (dpa) - Rund 15.000 Kinder unter fünf Jahren sterben nach Angaben der Vereinten Nationen jeden Tag auf der Welt. Im vergangenen Jahr waren das insgesamt 5,6 Millionen Kinder.

Das ist weniger als noch im Jahr 2000, als 9,9 Millionen Kinder ums Leben kamen. Dennoch ist das Kinderhilfswerk Unicef über einen Trend besorgt: Der Anteil der Neugeborenen (vier Wochen alt oder jünger) unter den gestorbenen Kindern sei von 41 auf 46 Prozent gestiegen. Jeden Tag sterben 7000 Babys, die nicht älter als 28 Tage sind, heißt es in einem Bericht von Unicef, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank.

Bis 2030 könnten mit besserer Versorgung 30 Millionen Neugeborene und 30 Millionen weitere Kinder unter fünf Jahren gerettet werden, heißt es. "Wir haben das Wissen und die Möglichkeiten, wir müssen sie nur dort hinbringen, wo sie am meisten benötigt werden", sagte Stefan Swartling Peterson, Unicef-Gesundheitsdirektor. "Es ist skrupellos, dass Schwangerschaft und Geburt 2017 noch lebensbedrohliche Umstände für Frauen sein können", sagte Tim Evans von der Weltbank.

Die Haupttodesursachen sind dem Bericht zufolge Lungenentzündungen (16 Prozent) und Durchfall (8 Prozent). Bei den Neugeborenen sterben ein Drittel, weil sie zu früh auf die Welt kommen oder durch Komplikationen bei der Geburt. Zusätzlich zu den 5,6 Millionen 2016 gestorbenen Kindern seien 2,6 Millionen Babys tot geboren worden. Viele könnten gerettet werden, wenn die Mütter bei Schwangerschaft und Geburt besser versorgt und die Kinder geimpft würden, und wenn die Mütter sauberes Wasser hätten und es in ihrem Umfeld Toiletten gäbe.

Die Hälfte aller Todesfälle bei Neugeborenen passieren in fünf Ländern: Indien (24 Prozent), Pakistan (zehn Prozent), Nigeria (neun Prozent), Kongo (vier Prozent) und Äthiopien (drei Prozent).

Bericht (nach Ablauf der Sperrfrist)

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