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Spielende Kinder in der Stadt: Laut Studie fühlen sich gerade Großstadtkinder von ihren Eltern zu wenig beachtet. 

Berlin, Leipzig und Köln

So mies fühlen sich Kinder in der Großstadt

Wie fühlen sich Kinder und Jugendliche in der Großstadt? Über 1000 Mädchen und Jungen wurden nun in einer Studie dazu befragt. Das Ergebnis sollte viele Mamas und Papas aufhorchen lassen. 

Berlin - Fast jedes dritte Kind und jeder fünfte Jugendliche fühlt sich nach einer Studie in drei deutschen Großstädten von seinen Eltern zu wenig beachtet.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung, für die geschulte Studenten rund 1000 Kinder und Teenager im Alter zwischen 6 und 16 Jahren interviewten. 

Die Untersuchung umfasst aufwendige persönliche Befragungen von Mädchen und Jungen. Repräsentativ für Deutschland ist sie durch die Beschränkung auf die Städte Berlin, Leipzig und Köln aber nicht.

Gibt es Sicherheit und Geborgenheit im Elternhaus?

Ein Fünftel der unzufriedenen Kinder vermisst der Untersuchung zufolge Sicherheit und Geborgenheit im Elternhaus. Bei den Jugendlichen fühlt sich sogar fast die Hälfte nicht geborgen. Folgen für sie sind demnach unter anderem eine größere Unsicherheit und weniger Einfühlungsvermögen. 

"Rund zehn Prozent der Familien sind im sozialen Sinn gar keine", urteilt der Bielefelder Erziehungswissenschaftler Holger Ziegler, wissenschaftlicher Leiter der Studie. "Sie sind wie Zweckgemeinschaften, in denen zwei Generationen zusammenleben. Die materiellen Bedürfnisse werden oft erfüllt, die emotionalen aber eher nicht."

Wie fühlen sich Kinder von Alleinerziehenden? 

Die große Mehrheit der befragten Mädchen und Jungen war mit der Beachtung durch ihre Eltern aber sehr zufrieden. Auffällig für Ziegler war dabei, dass dieses Wohlfühlen in der eigenen Familie weder vom Bildungsgrad der Eltern noch von ihrer sozialen Lage abhing. Auch ausländische Wurzeln spielten keine Rolle, berichtet der Wissenschaftler. 

Kinder von Alleinerziehenden waren mit der Beachtung ihrer Wünsche, Sorgen und Nöte sogar noch zufriedener als Altersgenossen, die mit Mutter und Vater aufwachsen.

So leiden Kinder von Berufspendlern

Pendeln bedeutet Stress, auch für die Familien von Berufspendlern, wie eine aktuelle Studie zeigt. Besonders, wenn der Vater täglich vom Wohnort zur Arbeit pendelt, haben die Kinder Probleme.

dpa

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