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Über 100 Schüler und Schul-Angestellte bekommen Hirntumor-Diagnose: Forscher äußert Verdacht

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Von: Lukas Einkammerer

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Ein Lehrer unterrichtet in einer High School.
Bei über 100 Schülern und Angestellten einer High School im US-Bundesstaat New Jersey kam es bereits zur gleichen Hirntumor-Diagnose. Was wie ein unglaublicher Zufall wirkt, wirft einige Fragen auf. (Symbolbild) © IMAGO/ZUMA Wire

Bei etlichen Schülern und Angestellten einer amerikanischen Schule sind in den letzten Jahren ein seltener Hirntumor diagnostiziert worden. Nun rätselt einer von ihnen über die Ursache.

Woodbridge – Auf dem Papier klingt es wie die Handlung eines Hollywood-Spielfilms oder die neueste Folge einer Mystery-Serie. Tatsächlich ist die Geschichte von Al Lupiano jedoch echt. Denn wie der US-Bürger nach einer lebensverändernden Diagnose entdeckte, wurde bei unzähligen Schülern und Angestellten seiner ehemaligen Schule der gleiche, seltene Hirntumor gefunden. Handelt es sich dabei um einen einzigartigen Zufall, oder steckt doch mehr dahinter?

Hirntumor-Diagnosen an US-Schule: Seltener Tumor bei ehemaligen Schülern und Angestellten

Wie Al Lupiano, ein US-amerikanischer Umweltforscher, dem Fernsehsender CBS News berichtete, wurde bei seiner Schwester und seiner Ehefrau letzten Sommer binnen weniger Stunden der gleiche seltene Hirntumor, ein sogenanntes Stufe-4 Glioblastom, diagnostiziert. Zwanzig Jahre zuvor bekam er dieselbe Diagnose – was wie ein unglaublicher Zufall wirken dürfte.

Als der 50-Jährige anfing, auf Facebook nach weiteren, alten Mitschülern mit einer ähnlichen Erkrankung zu suchen, machte er jedoch eine unglaubliche Entdeckung. Denn wie er gegenüber dem Sender erklärte, meldeten sich knapp 100 Absolventen und Angestellte der Colonia High School im US-Bundesstaat News Jersey, die ebenfalls mit dem gefährlichen Hirntumor zu kämpfen hatten. Spätestens hier war klar: Um den größten medizinischen Zufall aller Zeiten handelt es sich keineswegs. Hinter den Schreck-Diagnosen muss also mehr stecken.

Ein Scan zeigt einen Hirntumor.
Hirntumore zählen zu den gefährlichsten Krebsarten. Auf einem MRT-Bild tauchen sie meist als weiße Flecken auf. © dpa/Rolf Vennenbernd

Hirntumor-Diagnosen an US-Schule: Erkrankung aufgrund von Atomanlage?

Wie er gegenüber CBS deutlich machte, hat Al Lupiano bereits eine treffsichere Theorie zur Ursache der unzähligen Krebserkrankungen: Als Außenwirkung kann an einem Hirntumor nur radioaktive Strahlung schuld sein, die bekanntlich schwere Folgen haben kann. Da nur knapp 12 Meilen von der Colonia High School entfernt die ehemalige Atomanlage Middlesex Sampling Plant liegt, vermutet er, dass sich uranhaltige Erde von dort 1967 beim Bau der Schule mit dem eigentlich gesunden Boden vermischt haben könnte. Bewiesen ist das jedoch noch nicht. Um eine klare Antwort zu bekommen, werden Al Lupiano und die örtlichen Behörden in Zukunft zusammenarbeiten – um das Mysterium der Woodbridge-Krebsdiagnosen ein für alle Mal zu lösen. (le)

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