Nordirak

Jesidin bringt auf Flucht Fünflinge zur Welt

Kamischli - Nach ihrer Flucht vor den Angriffen der Dschihadisten im Nordirak hat eine junge Jesidin in Syrien Fünflinge zur Welt gebracht.

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mitteilte, brachte die 27-jährige Tamam Ramadan am vergangenen Donnerstag in der nordöstlichen Stadt Kamischli zwei Jungen und drei Mädchen zur Welt. Den Babys gehe es gut, sagte ein Sprecher.

Die junge Frau stammt den Angaben zufolge selbst aus Syrien und ist mit einem Iraker verheiratet. Gleich zweimal musste sie vor den Kämpfern der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) flüchten: Mitte Juni verließ sie Mossul, das von den Dschihadisten eingenommen wurde, und floh nach Sindschar. Als sie davon hörte, dass die IS-Kämpfer auch dorthin vorrückten, floh die junge Jesidin mit ihrer Familie Ende Juli Richtung Syrien.

Einem UN-Vertreter zufolge war die Hochschwangere mit ihren Angehörigen zwei Tage lang zu Fuß unterwegs, bis sie die irakisch-syrische Grenze erreichte. Nach der Geburt in einem Krankenhaus in Kamischli zog sie sich mit ihrer Familie in die nahe Ortschaft Tal Alu zurück. Die Fünflingsmutter lebe aber unter "schwierigen humanitären Bedingungen" und habe Probleme, genug Milch für ihre Babys zu besorgen, sagte der UN-Vertreter.

Die syrischen Behörden hatten in der vergangenen Woche erklärt, im Nordosten des Landes fast tausend irakische Familien aufgenommen zu haben. Vor allem die Angehörigen der Minderheit der Jesiden sind vor den brutalen Angriffen der Gruppe IS im Nordirak auf der Flucht.

AFP

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