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Hammer-Attacke in Leipzig

Jobcenter-Angreifer kam zuvor mit Pfefferspray

Leipzig - Die Hammer-Attacke eines Mannes im Leipziger Jobcenter vom Dienstag war schon der zweite Angriff des 34-Jährigen in der Arbeitsagentur. Inzwischen sitzt er in U-Haft.

Nach der Hammerattacke im Leipziger Jobcenter ist Haftbefehl gegen den 34 Jahre alten Angreifer erlassen worden. Gegen ihn werde wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, am Mittwoch. Der 34-Jährige hatte am Dienstag mit einem Hammer auf eine 52 Jahre alte Mitarbeiterin des Jobcenters eingeschlagen. Die Frau erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Oberkörper, schwebte aber nicht in Lebensgefahr.

Der 34-Jährige sei einschlägig vorbestraft, sagte Schulz. Anfang 2010 habe er einen anderen Mitarbeiter der Arbeitsagentur mit Pfefferspray attackiert. Er sei danach wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden und habe unter laufender Bewährung gestanden. Wegen vorheriger Drohungen hatte der 34-Jährige zudem Hausverbot im Jobcenter, wie der Sprecher der Leipziger Arbeitsagentur, Hermann Leistner, erklärt hatte.

Mann legt Geständnis ab: Frau hatte keine Chance, zu reagieren

Der Mann hat laut Staatsanwaltschaft ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Er lag seit langem im Clinch mit dem Jobcenter. Dabei ging es wohl um Geld und Leistungskürzungen. Die Ermittler glauben, dass Verärgerung über einen Bescheid der Sachbearbeiterin der Auslöser für die brutale Attacke war. Der Mann war einfach in das Einzelbüro der 52-Jährigen gestürmt und hatte sofort zugeschlagen. Die Frau habe keine Chance gehabt, zu reagieren. „Sie hatte keine Zeit, das Notrufsystem zu bedienen“, sagte Leistner.

Es werde nun darüber nachgedacht, ob und wie man die Sicherheit in den Gebäuden erhöhen könnte. Denkbar seien etwa häufigere Rundgänge der Sicherheitsleute. „Wir wollen uns allerdings nicht hinter Panzerglas verschanzen und in jedem Büro eine Kamera installieren. Das ist unvorstellbar“, sagte Leistner. Die Arbeitsagentur betreut die Bezieher von Arbeitslosengeld, das Jobcenter Hartz-IV-Empfänger.

dpa

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