Merkur-Kommentar

Jogginghosen-Verbot in der Schule: Übertrieben oder notwendig?

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Gerade Thema Nummer eins auf Schulhöfen und in Lehrerzimmern: die Jogginghose. Eine schwäbische Rektorin will ihren Schülern den Schlabberlook verbieten. Darf sie das? Ein Kommentar von Merkur-Redakteurin Carina Zimniok.

Darf diese Rektorin das? Muss sie das sogar? Was gehört denn noch auf den Index? Die Leggins (wie erboste Jogginghosen-Träger aus Gründen der Gleichberechtigung fordern)? Zu kurze Röcke (über die jeden Sommer diskutiert wird)?

Kleidung – für Jugendliche eine hochsensible Angelegenheit. Vor einigen Jahren war der Druck, teure Marken zu tragen, das größte Problem. Heute beeindruckt man Mitschüler mit eigenem Stil, der freilich dem Zeitgeist entsprechen muss. Was angesagt ist, das wissen Schüler in Zeiten sozialer Netzwerke besser als je zuvor: Hier dreht sich alles ums perfekte Bild.

Seinen Stil zu finden, ist wichtig für die persönliche Entwicklung. Das ist wie beim Laufen lernen: Manchmal fällt man auf die Schnauze. Die Jogginghose ist so ein modischer Unfall. Ein Trost für geplagte Eltern: Schaut der Spross in ein paar Jahren alte Fotos an – der Schlabberlook ist ihm hochnotpeinlich, versprochen.

Verbote? Provozieren die heißblütigen Pubertierer nur. Fest steht: Kinder müssen daheim und in der Schule lernen, dass es so etwas wie angemessene Kleidung gibt. Dass Kleidung eine Sprache spricht. Erwachsenen funkt die Jogginghose das Signal: null Bock! Schülern finden sie einfach megacool. Im besten Fall nur ein paar Monate lang.

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