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Papst Johannes Paul II.

Termin Ende April

Johannes Paul II. wird wohl heiliggesprochen

Warschau/Rom - Polens Kirche stellt sich auf eine Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) am 27. April ein.

Der polnische Primas, Erzbischof Jozef Kowalczyk, sagte der Tageszeitung „Rzeczpospolita“ (Dienstag), Papst Franziskus werde seinen Vorvorgänger voraussichtlich am Barmherzigkeitssonntag zur höchsten Ehre der Altäre erheben. Der Termin werde Ende September bei der nächsten Kardinalsversammlung in Rom, dem sogenannten Konsistorium, bekanntgegeben.

Kowalczyk begrüßte, dass Johannes Paul II. möglicherweise gemeinsam mit Papst Johannes XXIII. (1958-1963) heiliggesprochen werde: „Lasst uns keine Egoisten sein, die eine eigene Zeremonie wollen.“ Der aus Polen stammende Wojtyla-Papst habe am von Johannes XXIII. einberufenen Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) teilgenommen und sei anschließend ein „Missionar der Konzilslehre“ gewesen.

Johannes Paul II. hatte den „Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit“ eingeführt. Er wird jährlich am ersten Sonntag nach Ostern begangen. 2005 starb er am Vorabend dieses Tages, und 2011 wurde er von Benedikt XVI. (2005-2013) am Barmherzigkeitssonntag seliggesprochen.

Einzelne polnische Bischöfe hatten öffentlich die Hoffnung ausgedrückt, dass ihr vor gut acht Jahren verstorbener Landsmann noch in diesem Jahr zum Heiligen erklärt wird. Die Heiligsprechungsprozesse für Johannes Pauls II. und Johannes XXIII. waren Anfang Juli mit Erfolg abgeschlossen worden.

Stichwort: Heiligsprechung

Die Heiligsprechung ist in der katholischen Kirche eine feierliche Erklärung des Papstes über das vorbildlich christliche Leben eines Menschen und über seine endgültige Aufnahme zu Gott. Nach dieser „Kanonisation“, die während eines Festgottesdienstes vollzogen wird, darf die betreffende Person weltweit verehrt werden.

Der Heiligsprechung geht ein kirchlicher Prozess voraus, der über mehrere Instanzen führt. Dabei muss nachgewiesen werden, dass durch die Fürsprache des oder der Betroffenen Wunder geschehen sind. Das gilt allerdings nicht für Menschen, die als Märtyrer, also wegen ihres Glaubens, gestorben sind.

Vor einer Heiligsprechung steht die Seligsprechung. Bei ihr wird nur eine regionale Verehrung des Seligen zugelassen. In der Kirche wurden anfangs die Heiligen ohne förmlichen Prozess anerkannt. Weil es dabei zu Übertreibungen und Parteilichkeiten kam, zog der Papst den Vorgang an sich. Der erste von einem Papst Heiliggesprochene war Bischof Ulrich von Augsburg im Jahr 993.

Das Gesamtverzeichnis der Seligen und Heiligen der katholischen Weltkirche („Martyrologium romanum“) nennt rund 7.000 namentlich bekannte Selige und Heilige.

KNA

Costa Ricanerin berichtet von Heilung durch Papst Johannes Paul II.

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