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Hat Amber Heard unter Eid gelogen? Wirbel um pikante Millionen-Aussage in Johnny-Depp-Prozess

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Von: Anna Lorenz

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Amber Heard versus Johnny Depp – schon jetzt ist der Prozess um die Hollywoodstars legendär. Doch nun könnte Amber Heard unter Eid gelogen haben.

Fairfax – Nach einwöchiger Verhandlungspause geht der Rechtsstreit um Amber Heard und Johnny Depp in Fairfax County, Virginia, weiter. Der erste Prozesstag in der neuen Runde der Ex-Partner-Schlammschlacht war gespickt mit schwersten Vorwürfen der Gewalt, die Depp Heard angetan haben soll. Bereits in den Flitterwochen, so die „Aquaman“-Darstellerin, habe sie sich in Lebensgefahr gewähnt. Im Prozess ist Heard allerdings auch dem Angriff der Gegenseite ausgesetzt – und die könnte ihr nun einen handfesten Meineid nachgewiesen haben.

Heard lügt vor Gericht offenbar über Abfindung – Ex-Frau von Johnny Depp lässt 2,4 Millionen US-Dollar verschwinden

Sieben Millionen US-Dollar – diese Summe musste Johnny Depp 2016 anlässlich der Scheidung an Ex-Frau Amber Heard bezahlen. Dieser Betrag, so verkündete Heard damals medienwirksam, sollte vollends für wohltätige Zwecke gespendet werden. Im niederländischen Fernsehen verkündete sie in RTL Late Night 2018 dann, dass die stolze Summe hälftig an die Bürgerrechtsorganisation „American Civil Liberties Union“ (ACLU) und ein Kinderkrankenhaus in Los Angeles geflossen wäre. Doch das stimmt wohl nicht so ganz.

Im Zeugenstand, den am Montag, 16. Mai 2022, Terence Dougherty, der bei der ACLU für die Finanzen zuständig ist, einnahm, kam die Frage alsbald auf die proklamierte Spende. Doch wie der britische Standard berichtet, konnte Dougherty Heards Aussage nicht bestätigen. Bisher seien nur Spenden in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar verbucht worden, die Heard zuzuordnen werden konnten. Eine davon wurde von Heard selbst angewiesen (350.000 US-Dollar), eine von Depp (100.000 US-Dollar), sowie zwei weitere Spenden über Fonds (500.000 US-Dollar). Dougherty äußerte bezüglich letzterer die Vermutung, dass sie von Heards Ex Elon Musk stammen, mit dem die Schauspielerin nach der Beziehung mit Depp liiert war. Der Verbleib der restlichen 2,4 Millionen US-Dollar ist also fraglich – der ACLU gespendet wurden sie scheinbar jedenfalls nicht.

Lüge über Millionensumme? Johnny-Depp-Prozess könnte Lüge aufgedeckt haben

Problematisch an der Situation ist nicht nur, dass Heard möglicherweise gelogen hat, was ihr Image deutlich ramponieren und auch Auswirkungen auf ihre Glaubhaftigkeit haben dürfte – das Juryurteil wird nach den Schlussvorträgen am 27. Mai erwartet - viel brenzliger für die Ex-Frau von Johnny Depp ist, dass sie im damaligen Londoner Gerichtsverfahren, dass Depp 2020 mit der Zeitung The Sun führte, eindeutig aussagte, die betreffende Spende getätigt zu haben. Und zwar unter Eid.

Von möglichen, rechtlichen Konsequenzen ihres möglichen Meineids offenbar nicht beeindruckt, wies Heard, selbst ihrer eigenen Anwältin, Elaine Bredehoft, gegenüber, jegliche Kritik zurück. Die Worte „pleadge“ (dt.: das Versprechen) und „donation“ (dt.: die Zuwendung) verwende sie synonym, äußerte Heard, wie der Standard berichtet, im Prozess. Um Depps Geld sei es ihr nie gegangen, doch sie habe die Spenden „noch nicht“ bewirkt. „Johnny hat mich verklagt“, begründete sie ihr Verhalten.
Wie das Film- und Fernsehportal deadline.com aus Hollywood berichtet, habe Heard ausgesagt, die Spenden seien nach wie vor intendiert, allerdings habe die gerichtliche Streiterei mit Depp die Schauspielerin seit 2018 rund sechs Millionen US-Dollar an Anwaltsrechnungen gekostet. Sie „würde es lieben“, so Heard, wenn Depp „aufhören würde, [sie] zu verklagen“, sodass sie die versprochenen Spenden bewirken könne. (askl)

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