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Der emeritierte Papst Benedikt XVI. wurde als "Ratte" bezeichnet.

Facebook-Lästerei mit Folgen

Journalist nennt Benedikt XVI. "Ratte"

London - Ein Vatikan-Korrespondent der katholischen Zeitschrift „The Tablet“ hat sich auf Facebook abfällig über Benedikt XVI. geäußert. Die Lästerei blieb nicht unentdeckt.

Robert Mickens hatte laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Telegraph“ (Onlineausgabe Dienstag) auf Facebook die Kardinalserhebung des 98-jährigen Loris Francesco Capovilla kommentiert. Zu einem Foto des hochbetagten Kardinals schrieb am 2. März ein Nutzer unter dem Namen Robert Mickens: „Meinst du, er schafft es bis zur Beerdigung der Ratte?“ Darauf antwortete ein anderes Facebook-Mitglied: „Ich hoffe, er ist rüstig genug, um bei der Heiligsprechungsmesse für Johannes XXIII. und den einen anderen [Johannes Paul II.] am 27. April zu konzelebrieren. Das Rattenbegräbnis am Tag danach wäre ein Bonus.“ Dieser Eintrag bekam einen Daumen nach oben - von wem das "Gefällt mir" stammte, ist nicht bekannt. 

Auf der Facebook-Seite von Robert Mickens ist der fragliche Eintrag vom 2. März nicht auffindbar. Jedoch erscheint die vom „Telegraph“ zitierte Entgegnung des anderen Nutzers auf dessen Facebook-Seite und mit einem „Gefällt mir“-Vermerk von Mickens.

Mickens hatte als Vatikankorrespondent die Position vertreten, Joseph Ratzinger sei ein herausragender Theologe, hätte aber nie Papst werden dürfen. In einem Ende Februar veröffentlichten Interview des US-Magazins „Frontline“ vertrat er die Ansicht, Benedikt XVI. habe die Kirche „fast zugrundegewirtschaftet“.

Papst Franziskus: Gemeinsamer Auftritt mit Benedikt XVI.

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Die Chefredakteurin der in London erscheinenden internationalen Wochenschrift, Catherine Pepinster, bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) die Suspendierung ihres Mitarbeiters. Eine Untersuchung sei im Gang. Die Herausgeber und die Redaktion des „Tablet“ distanzierten sich von den Äußerungen Mickens', erklärte Pepinster.

KNA

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