Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

Schlechtester Wert seit 20 Jahren: Umfrage-Schock für die CSU

Kein Respekt

Teenager klauen "Andenken" aus Auschwitz

Auschwitz - Was haben sie sich nur dabei gedacht? Zwei britische Jugendliche haben Habseligkeiten ehemaliger Insassen des früheren Konzentrationslagers Auschwitz mitgehen lassen. Jetzt wurden sie verurteilt.

Zwei beim Diebstahl von historischen Objekten im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz erwischte britische Jugendliche sind zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 240 Euro und einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Sprecher ihrer Schule nahe der südostenglischen Stadt Cambridge sagte am Dienstag, die beiden geständigen Jungen seien inzwischen wieder freigelassen worden und dürften in ihre Heimat zurückkehren. Die Staatsanwaltschaft teilte dagegen mit, die Strafe müsse noch von den Behörden bestätigt werden.

Wachleute des heutzutage als Gedenkstätte dienenden Areals hätten die beiden Briten am Montag dabei entdeckt, wie sie am Standort einer früheren Baracke "Glasscherben, Knöpfe, Haarspangen und Metallstücke" ausgruben und an sich nahmen, sagte ein Sprecher der Einrichtung. Auf dem Gelände würden bis heute Habseligkeiten ehemaliger Insassen entdeckt. Die beiden 1997 und 1998 geborenen Jungen wurden festgenommen. Sie bereuten ihr Verhalten "zutiefst", sagte ein Sprecher der Schule.

Der Direktor der Schule der Jungen kündigte eine "vollständige und gründliche Aufarbeitung" des Vorfalls an. "Ich will von ihnen persönlich hören, was sie dazu bewogen hat, die Gegenstände an sich zu nehmen", sagte Schuldirektor Ed Elliot. Wer Auschwitz, einen der entscheidenden Schauplätze des Holocaust, besuche, müsse "diesen Ort mit größtmöglichem Respekt und Empfindsamkeit" behandeln, sagte Elliot.

Das im Südosten Polens gelegene frühere Konzentrationslager, in dem über eine Million europäische Juden und andere Gefangene ermordet wurden, ist zum Symbol der NS-Vernichtungsmaschinerie geworden. Die Gedenkstätte zählt jedes Jahr mehr als eine Million Besucher aus aller Welt.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Mini-Tsunami“ schockt auch Mallorca-Fischer: „Noch nie gesehen“
Ein spektakulärer „Mini-Tsunami“, der das Meer vor Mallorca ungewöhnlich stark aufgewühlt hat, sorgt bei Urlaubern und Einheimischen für Gesprächsstoff.
„Mini-Tsunami“ schockt auch Mallorca-Fischer: „Noch nie gesehen“
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Leiche im Main identifiziert: Polizei Frankfurt vor Rätsel um 16-jährigen Toten aus Offenbach.
Leiche im Main identifiziert: Polizei vor Rätsel um 16-jährigen Toten
Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause
Das Höhlendrama glücklich beendet und jetzt auch zurück bei den Eltern: Die jungen Fußballer aus Thailand sind alle wieder gesund. Beim Abschied aus der Klinik zeigen …
Nach Höhlen-Drama: Thai-Fußballer wieder zuhause
Delfin besucht Lübecker Bucht 
Delfin schwimmt vor einem Ostseestrand: In der Lübecker Bucht haben Mitarbeiter des Hafens in Lübeck einen Delfin entdeckt. 
Delfin besucht Lübecker Bucht 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.