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Am Fluss Vilaine passierte der tödliche Unfall.

 Waghalsiger Videodreh

Jugendlicher stirbt bei Facebook-Spiel

Paris - Bier-Exen reicht nicht mehr: Facebook-User filmen sich jetzt bei waghalsigen Aktionen. Bei einem Videodreh ist jetzt in Frankreich ein Jugendlicher in einem Fluss ertrunken.

Der 19-Jährige hatte den Stunt für ein sogenanntes Nominierungsspiel machen wollen. Bei diesen filmen sich junge Leute bei spektakulären oder lustigen Aktionen und fordern Freunde über das Online-Netzwerk Facebook auf, es ihnen gleichzutun. Vor einiger Zeit, war es Mode, vor der Kamera eine Flasche Bier in einem Zug zu leeren. Doch auch für wohltätige Zwecke wurde das Prinzip angewendet. Im aktuellen Fall lautete das Motto des Spiels: „Spring' ins Wasser oder lade mich in ein Restaurant ein“.

Der Jugendliche habe sich in Stuntman-Manier mit seinem Fahrrad von einem Bootsanleger in den Fluss Vilaine gestürzt, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Vannes am Freitag mit. Zum Verhängnis sei dem jungen Mann geworden, dass er das Fahrrad aus Angst vor einem Verlust an seinem Bein festgemacht hatte. Das Gewicht zog ihn deswegen in die Tiefe. "Aber das Wasser war sechs Meter tief und er ist nicht mehr hochgekommen", sagte ein Polizeisprecher. Befreiungsversuche scheiterten.

"Das Opfer hat wiederholt versucht, an die Wasseroberfläche zu kommen", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. "Aber er konnte nicht wegen des Gewichts des Fahrrads." Die beiden Begleiter standen nach dem Unfall unter Schock, konnten aber befragt werden. "Es handelt sich unseres Wissens nach um den ersten Todesfall in Frankreich im Zusammenhang mit einem solcher (Facebook-)Herausforderung", sagte der Polizist.

Polizei warnte vor dem Facebook-Spiel

Nach den ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurde auf den 19-Jährigen keinerlei Zwang ausgeübt, sich an dem Spiel zu beteiligen. Der Vorfall im westfranzösischen Béganne wird daher vermutlich als tragischer Unfall gewertet.

Nur wenige Stunden vor dem Unglück hatte die französische Polizei vor solchen über Facebook verbreiteten Herausforderungen und insbesondere vor der Aktion "Ins Wasser oder ins Restaurant" gewarnt. Bei einer ähnlichen Aktion hatte sich Ende Mai in Nordfrankreich ein junger Mann schwer verletzt.

dpa/afp

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