"Jules Verne" soll erstmals ins All

Paris - Der Jungfernflug von Europas neuer Raumfähre "Jules Verne" rückt näher. Sie soll die auf der internationalen Raumstation ISS stationierten Astronauten mit Wasser und Lebensmittel versorgen.

Die bislang größte europäische Raumfähre "Jules Verne" soll nach mehrmonatiger Verzögerung nun zwischen dem 22. Februar und dem 9. März vom Weltraumbahnhof Kourou ins All starten. Der unbemannte Versorger (ATV) befinde sich derzeit in seiner letzten Testphase, sagte Missionschef John Ellwood am Dienstag in Paris. Bei seinem Jungfernflug soll "Jules Verne" unter anderem Lebensmittel und Wasser für die auf der internationalen Raumstation ISS stationierten Astronauten sowie Treibstoff, Sauerstoff und Stickstoff befördern. Das zehn Meter lange Modul kann eine Last von bis zu 7,5 Tonnen ins All tragen. Die Kosten für das europäische Prestigeprojekt belaufen sich auf rund 1,3 Milliarden Euro.

"Jules Verne" soll frühestens Mitte März an die internationale Raumstation andocken. Nach sechs Monaten an der ISS füllen die Astronauten den Versorger mit Müll der Raumstation, den er auf seinem Rückflug wieder mit zur Erde nimmt. Das ESA-Weltraumlabor Columbus soll bereits am 7. Februar vom Weltraumhafen Cape Canaveral in Florida starten. Die US-Raumfähre Atlantis mit dem deutschen ESA-Astronauten Hans Schlegel an Bord soll das Wissenschaftslabor zur Internationale Weltraumstation ISS bringen, an die das ESA-Modul voraussichtlich zwei Tage später andocken wird. Columbus ist der wichtigste europäische Beitrag zur ISS.

dpa

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