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So zuvorkommend, wie es öfter sein dürfte: Ein Taxifahrer öffnet einem Fahrgast die Tür. Foto: Inga Kjer

Jung und Alt einig: Deutsche waren früher höflicher

Tür aufhalten, Sitzplatz anbieten, Ladys first: Früher waren die Deutschen höflicher - da sind sich Jung und Alt laut einer Umfrage einig. Gutes Benehmen ist aber nach wie vor angesagt.

Stuttgart (dpa) - Früher waren die Menschen höflicher - dieser Meinung sind laut einer Umfrage drei von vier Deutschen (75 Prozent). Genauso viele denken, dass junge Leute zu wenig Respekt vor älteren Menschen haben, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergibt.

Die Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche Höflichkeit erlernen, sieht eine Mehrheit (59 Prozent) allein bei den Eltern und nur wenige (1 Prozent) allein bei den Lehrern. Dass beide dafür verantwortlich sind, sagen rund 38 Prozent aller Befragten.

Der Wunsch nach gewissen Höflichkeitsformen ist demnach unabhängig vom Alter. So ist es 94 Prozent aller Befragten wichtig, dass man in der Bahn Älteren oder Schwangeren einen Sitz anbietet. Immerhin 78 Prozent meinen, dass Männer Frauen die Tür aufhalten und den Vortritt lassen sollten. Pünktlichkeit schätzen 95 Prozent. Den ständigen Blick auf das Handy während eines Gesprächs empfinden ebenfalls satte 91 Prozent als unhöflich, weitgehend unabhängig vom Alter.

Unsicher sind viele Deutsche bei der Frage, ob man sein Gegenüber duzen oder siezen sollte. Etwa die Hälfte sieht sich oft damit konfrontiert, die Jungen erwartungsgemäß häufiger als die Älteren. Nur etwa jeder Vierte (28 Prozent) aller Befragten findet es "in Ordnung", wenn er im Café vom Kellner einfach so geduzt wird. Ungefragt geduzt zu werden, stößt der Umfrage zufolge vor allem bei den Älteren auf Ablehnung.

YouGov

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