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Eine junge Frau legt am Samstag (05.11.2011) Blumen vor das Hoftor von dem Haus in Vohenstrauß (Oberpfalz), in dem die 21-Jährige ermordet wurde

Junge Frau von Internet-Stalker ermordet?

Vohenstrauß - Eine Internetbekanntschaft hat einer 21-jährige Frau aus Vohenstrauß im Oberpfälzer Landkreis Neustadt offenbar das Leben gekostet.

Sie wurde am Freitagabend erstochen aufgefunden. Tatverdächtig ist ein 22-Jähriger aus Bad Hersfeld in Hessen, den sie im Internet kennengelernt hatte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Weiden mitteilten. Der junge Mann hatte sich kurz nach der Tat gestellt. Gegen ihn wurde am Samstag Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Die Frau soll von ihm in letzter Zeit belagert und belästigt worden sein, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Frau war von Nachbarn im Hausflur ihres Wohnhauses blutüberströmt gefunden worden. Sie starb laut einer Obduktion an zahlreichen Messerstichen. Die Polizei fand in dem Haus die Tatwaffe und leitete sofort eine Großfahndung ein, an der sich auch Bundespolizei, die tschechischen Polizei sowie ein Polizeihubschrauber beteiligten. Wenige Stunden später meldete sich der Tatverdächtige per Telefon. Er ließ sich in Pleystein widerstandslos festnehmen. Ob der Mann gestanden habe, wollte die Polizei zunächst nicht sagen. Er habe in der Vernehmung auf jeden Fall eingeräumt, am Tatort gewesen zu sein.

Gegenseitige Stalking-Vorwürfe

Ersten Erkenntnissen zufolge hatten sich das Opfer und der Tatverdächtige im Sommer im Internet kennengelernt. Der 22-Jährige war vor wenigen Wochen nach Vohenstrauß gezogen, wo er eine Arbeit fand. Er hatte laut Polizei immer wieder Kontakt zu der Frau gesucht. Diese habe aber nicht seine Vorstellungen einer gemeinsamen Beziehung geteilt.

Sowohl Tatverdächtiger als auch das Opfer hatten sich Anfang dieser Woche an die Polizei gewandt und sich wechselseitig bezichtigt, belästigt worden zu sein. Der Tatverdächtige wurde dabei mit den Vorwürfen des Opfers konfrontiert und aufgefordert, eine weiter Kontaktaufnahme zu unterlassen. Zum damaligen Zeitpunkt seien keine konkreten Bedrohungen gegenüber dem Opfer erkennbar gewesen, erklärte die Polizei.

dapd

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