1. Startseite
  2. Welt

Winter-Wetter extrem: Wie lange dauert die Kältewelle an? Meteorologe mit eisig kalter Prognose

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martina Lippl

Kommentare

Kältewelle in Deutschland: „Der Dauerfrost gewinnt wieder an Kraft“, so Meterologe Jung.
Kältewelle in Deutschland: „Der Dauerfrost gewinnt wieder an Kraft“, so Meterologe Jung. © wxcharts.com

Arktische Kälte in Deutschland! In Thüringen wurden in der Nacht minus 30 Grad über dem Schnee gemessen. Es bleibt in den nächsten Tagen klirrend kalt, sagt Meteorologe Dominik Jung.

München - Es ist extrem. Nach dem Schneechaos rollt eine Kältewelle über Deutschland! Temperaturen unter minus 20 Grad sind im „Kälte-Hotspot“ Thüringen gemessen worden, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Die amtlichen Werte werden in einer Messhöhe von zwei Metern gemessen. Direkt über dem Schnee ist es allerdings viel viel kälter. In Olbersleben (Thüringen) waren es exakt minus 30,2 Grad am Mittwochfrüh, teilt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met mit.

„Was für eine Kälte. Unter minus 25 Grad in zwei Metern Messhöhe und unter minus 30 Grad direkt über dem Schnee. So kalt war es in einem Februar zuletzt vor 9 Jahren gewesen“, erklärt Jung. Die Kältewelle in Deutschland bleibt. Die Ostluft hat Deutschland geflutet und hat den Süden erreicht. Die Prognosen für die nächsten Tage sind, laut Experte Jung, weniger extrem, aber es sieht in weiten Teilen Deutschlands mit Blick auf das Wetter nach Dauerfrost aus.

Deutschland im Dauerfrost - Bleibt die Kältewelle?

„Die Kälte dauert noch mindestens bis Sonntag an“, erwartet der Meteorologe. Wie lange die Kältewelle dann noch in der kommenden Woche anhält, lässt sich momentan schwer vorhersagen. Die Zeichen stehen sehr auf Dauerfrost und strengem Nachtfrost inklusive. „Mit Temperaturen um die null bis 1 Grad beginnt Deutschland dann langsam aufzutauen.“ Das lässt einige Frostbeulen unter uns wohl ein wenig hoffen. Im Westen werden tagsüber aber nur bis zu 3 Grad erreicht. Im Osten bleiben die Temperaturen drunter.  

„Kaltluft ist unsicher. Für die Wettermodelle sind langfristige Vorhersagen schwierig“, erklärt Jung gegenüber Merkur.de*. „Generell gilt nach den Langfristprognosen: Ein Frühstart in den Frühling ist bis zum 20. Februar in diesem Jahr eher unwahrscheinlich“, so Wetterexperte Jung. Zum Vergleich: „Letztes Jahr waren es 17 Grad.“

Wetter: Arktische Kälte in Deutschland - Polarluft erreicht den Süden

Die arktische Polarluft hat den Süden erreicht. Der Mittwoch bleibt eisig. „Tief Volker bringt dem Süden fünf bis zehn Zentimeter Schnee, in Staulagen bis 15 Zentimeter“, sagt Jung. Tagsüber herrscht laut dem DWD-Wetterexperten leichter bis mäßiger Dauerfrost zwischen minus 2 und minus 9 Grad, in der östlichen Mitte auch strenger Dauerfrost zwischen minus 15 und minus 10 Grad.

In der Nacht zum Donnerstag verbreitet mäßiger bis strenger Frost zwischen minus 8 und minus 15 Grad. In der Mitte und Teilen Bayerns, Sachsen und Thüringens erwarten die Wetterexperten um bis zu minus 23 Grad.

Am Donnerstag kann es in der Osthälfte Deutschlands von Mecklenburg-Vorpommern, über Brandenburg, Berlin bis nach Sachsen stellenweise noch ein wenig weiß werden. Sonst bleibt es trocken. An der Ostsee und an den Alpen klingen die Schneeschauer* ab. Tagsüber am Donnerstag die Höchstwerte in Deutschland zwischen minus 7 und null Grad. Im Mittelgebirgsraum sowie in Teilen Bayerns minus 10 bis minus 6 Grad.

In der Nacht auf Freitag wird es an den Alpen und im Mittelgebirgsraum wieder bitterkalt: Lockert der Himmel auf, sind Werte bis minus 20 Grad und auch darunter zu erwarten. Sonst liegen die Temperatur nach der aktuellen DWD-Prognose zwischen minus 8 und minus 15 Grad.

Minus 20 Grad, Eis und kräftige Schneefälle: Diese extreme Wetterlage erklären sich Experten mit einem Wetterphänomen: dem Polarwirbel-Split.

Wetter in Deutschland - Das sind die Kälte-Hotspots in Deutschland

Bis zum Frühlingsanfang ist es noch etwas hin. Erste Antworten auf das Wetter im Frühling 2021 prophezeit uns der Hundertjährigen Kalender. Nach einem Bilderbuch Frühling sieht es demnach weniger aus. (ml) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Auch interessant

Kommentare