Lawinenabgang im Berchtesgadener Land - Großeinsatz

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Die frühere Bischöfin Margot Käßmann arbeitet an ihrem Comeback

Käßmann freut sich auf Comeback - neue Pläne

Berlin - Gut zwei Jahre nach ihrem Rücktritt freut sich die frühere Bischöfin Margot Käßmann auf einen Neustart in einem kirchlichen Amt. Dafür hat sie sich auch schon einiges vorgenommen.

In Berlin hat die prominente Theologin (53) bereits ein Büro bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bezogen. In ihr Amt als Botschafterin für das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 wird sie am 27. April eingeführt.

„Das ist eine spannende neue Herausforderung im alten Kontext“, sagte Käßmann der Nachrichtenagentur dpa. „Für mich ist es ganz schön, wenn jetzt mal wieder Normalität eintritt“, meinte sie. „Ich glaube, dass in den zwei Jahren genug Distanz gewachsen ist, um das in aller Freiheit wahrzunehmen.“ Nach einer Fahrt unter Alkoholeinfluss war Käßmann 2010 als Bischöfin von Hannover und als EKD-Chefin zurückgetreten.

„Das ist ein Balanceakt, aber er kann gelingen!“

Gemeinsam mit den Katholiken will sie das Jubiläum der Reformation feiern. Die noch nicht überbrückten Unterschiede zwischen den Konfessionen sollten dem nicht entgegenstehen, sagte die neue EKD-Botschafterin für das Jubiläum 2017 der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Schließlich bedeute der Reformator Martin Luther auch der katholischen Kirche etwas. „Das ist ein Balanceakt, aber er kann gelingen!“

Ihre zentralen Aufgaben sieht sie so: „Wie schaffen wir das, das Jubiläum auch ökumenisch auszurichten und nicht nur rückwärts zu denken sondern auch nach vorne?“ Käßmann hofft, „dass den Menschen in der säkularen Gesellschaft bewusst wird, was die Gedanken Luthers bis heute an Kraft entfalten können, in Glaubensüberzeugungen, aber auch in kulturellen, bildungspolitischen, gesellschaftlichen und sozialen Fragen“.

Vor gut zwei Jahren hatte die heute 53-Jährige nach einer Alkoholfahrt ihre kirchlichen Ämter als Bischöfin von Hannover und EKD-vorsitzende abgegeben. Jetzt freut sich Käßmann auf den Neustart in dem kirchlichen Spitzenamt. In Berlin hat sie bereits ihr neues Büro bei der EKD bezogen. Die Einführung in das neue Amt soll am Freitag in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefeiert werden.

dpa

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