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Der gestürzte Ex-Präsident Ägyptens: Nun wurde in Kairo ein enger Vertrauter des ehemaligen Staatschefs zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Zehn Jahre Gefängnis

Vertrauter Mursis zu Haft verurteilt

Kairo - In Ägypten ist ein Vertrauter des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte selbst war beim Richterspruch nicht anwesend.

Das Gericht in Kairo sprach den früheren Informationsminister Salah Abdel Maksud am Donnerstag schuldig, einem privaten TV-Sender Anfang Juli 2013 dabei geholfen zu haben, die Proteste gegen die Entmachtung des islamistischen Staatschefs zu übertragen. Maksud wurde in Abwesenheit verurteilt. Gegen einen inhaftierten Mitarbeiter des ägyptischen Staatsfernsehens verhängte das Gericht ebenfalls eine Gefängnisstrafe von zehn Jahren. Zudem wurden den beiden Angeklagten Strafzahlungen in Höhe von insgesamt knapp 800.000 Euro auferlegt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer einem privaten TV-Sender illegal öffentliche Mittel und Ausrüstungsgegenstände des staatlichen Fernsehens zur Verfügung stellten. Medienberichten zufolge profitierte davon der Fernsehsender Al-Dschasira. Die Führung in Kairo betrachtet diesen als Sprachrohr der katarischen Regierung, der sie vorwirft, die mit Mursi verbündeten Muslimbrüder zu unterstützen.

Nach der Machtübernahme des Militärs im Juli 2013 war es in Ägypten zu gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Bei der Niederschlagung der Proteste wurden mehr als 1400 Menschen getötet. Seit dem Sturz Mursis ließ die Staatsführung mindestens 15.000 Muslimbrüder und Sympathisanten festnehmen. Hunderte Anhänger des Ex-Präsidenten wurden zum Tode verurteilt.

AFP

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