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Ein Blick in die Raganello-Schlucht, an der Rettungskräfte im Einsatz sind. Mindestens acht Menschen sind bei einem Ausflug in der Raganello-Schlucht in Süditalien ums Leben gekommen.

Opferzahl in Kalabrien gestiegen

Jetzt gibt es Gewissheit: Zehn Menschen sterben bei Schlucht-Unglück

In Kalabrien sind zehn Menschen von einer Sturzflut in der Raganello-Schlucht in den Tod gerissen worden. Die Pressestelle des Zivilschutzes sorgte jetzt für Gewissheit.

Update vom 21. August 

14.09 Uhr:

Bei einer Sturzflut in der Raganello-Schlucht im süditalienischen Kalabrien sind zehn Wanderer ums Leben gekommen. Drei Vermisste seien wohlbehalten aufgefunden worden, teilte der italienische Zivilschutz am Dienstag mit. Die Wanderer waren am Montag im Nationalpark Pollino in der Provinz Cosenza unterwegs, als der Wildbach Raganello plötzlich anschwoll.

"Die offizielle Zahl der Toten liegt jetzt bei zehn", erklärte die Pressestelle des Zivilschutzes. Am Dienstagmorgen hatten die Behörde die Zahl der Toten noch mit elf angegeben. Diese Zahl habe sich aus einer Überschneidung von Informationen im Laufe der Nacht ergeben, sagte Carlo Tansi, ein Vertreter des Zivilschutzes.

Drei Menschen, die noch vermisst worden waren, wurden laut Zivilschutz am Dienstag einige Kilometer von der Schlucht entfernt aufgefunden. Die Suche nach möglichen weiteren Menschen gehe weiter. Nach Angaben der Präfektur von Cosenza waren zuvor bereits 23 Menschen gerettet worden.

Wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, befanden sich unter den Geretteten zwei Kinder, von denen eines wegen Unterkühlung mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Ein niederländischer Wanderer berichtete in italienischen Medien von "einer wahren Lawine aus Wasser", die unerwartet über die Gruppe hereingebrochen sei. "Wir hatten keine Zeit, irgendetwas zu tun", sagte er.

Der Überschwemmung war stundenlanger Starkregen vorausgegangen. Die Schluchten des Raganello sind wegen der vielen Herausforderungen auf der Strecke erfahrenen Wanderern vorbehalten. Die örtlichen Behörden haben den Zugang in diese Gegend streng reguliert, und einige Bereiche markiert, um Rettern dabei zu helfen, Wanderer in Not ausfindig zu machen.

Italiens Umweltminister Sergio Costa sagte bei einem Besuch vor Ort am Dienstag, sein Ministerium habe einen Bericht bei der Präfektur von Cosenza angefordert. Es müsse rasch geklärt werden, was vor dem Unglück falsch gelaufen sei.

10.06 Uhr: Nach der Sturzflut in einer Schlucht in Süditalien suchen die Einsatzkräfte weiter nach Vermissten. Der Zivilschutz geht von zwischen drei bis fünf Personen aus, die sich noch in der Raganello-Schlucht bei Civita in der Region Kalabrien befinden könnten, sagte eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Feuerwehr sprach am Dienstag auf Twitter von fünf Vermissten. Elf Wanderer befinden sich demnach noch im Krankenhaus. Die Ausflügler waren von dem plötzlichen Hochwasser des Flusses in dem Canyon überrascht worden.

09.33 Uhr: Bei der Sturzflut im italienischen Kalabrien sind nach jüngsten Angaben mindestens elf Wanderer ums Leben gekommen. Fünf weitere wurden am Dienstag noch vermisst, wie der Zivilschutz mitteilte. Am Montagabend war von acht Toten die Rede gewesen. Die Wanderer waren im Nationalpark Pollino in der Provinz Cosenza in der Raganello-Schlucht unterwegs, als der Wildbach Raganello plötzlich anschwoll.

Nach Angaben der Präfektur von Cosenza wurden insgesamt 23 Menschen gerettet. Es habe zwei Wandergruppen mit jeweils 18 Menschen gegeben. Der Zivilschutz sprach von drei Gruppen.

Wie die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, befanden sich unter den Geretteten zwei Kinder, von denen eines wegen Unterkühlung mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde. Unter den fünf Vermissten soll auch ein Fremdenführer aus der Region sein. In der Nacht wurde mit starken Scheinwerfern nach den Vermissten gesucht.

Ein niederländischer Wanderer berichtete italienischen Medien von "einer wahren Lawine aus Wasser", die unerwartet über die Gruppe hereingebrochen sei. "Wir hatten keine Zeit irgendetwas zu tun", sagte er.

Der Überschwemmung war stundenlanger Starkregen vorausgegangen. Die Schluchten des Raganello sind wegen der vielen Herausforderungen auf der Strecke erfahrenen Wanderern vorbehalten. Die örtlichen Behörden haben den Zugang in diese Gegend streng reguliert, und einige Bereiche markiert, um Rettern dabei zu helfen, Wanderer in Not ausfindig zu machen.

06.40 Uhr: Die Zahl der Toten ist am Montagabend auf zehn gestiegen, nachdem zwei weitere Leichen gefunden wurden. Bisher liegen zu den Opfern keine genauen Informationen vor.

Rom - Bei einem plötzlichen Hochwasser in einer Schlucht in Süditalien sind mindestens zehn Ausflügler ums Leben gekommen. Unter den Toten seien vier Frauen und vier Männer, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend. Über zwei weitere Tote, die am späten Montagabend entdeckt wurden, lagen zunächst keine genaueren Angaben vor.
Sechs Menschen seien verletzt, ein Kind sei wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen worden. Insgesamt wurden 23 Menschen gerettet, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Präfektur berichtete. Fünf Menschen wurden demnach noch vermisst.

Erstmeldung von Montag, 20. August: Möglicherweise Kinder unter den Vermissten

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und teilweise mitgerissen worden.

Unter den Vermissten könnten auch Kinder sein, berichtete Ansa unter Berufung auf die Rettungskräfte. Wie viele Menschen sich genau in der Schlucht befanden, war unklar. Zwar werden dort geführte Touren angeboten. Der Canyon im Nationalpark Pollino ist aber frei zugänglich.

Die Suche nach Vermissten nach dem Unglück in der Raganello-Schlucht in Süditalien dauert am Dienstag noch an.

Einige der Geretteten und der Toten waren nach früheren Angaben von Ansa in einer Gruppe unterwegs gewesen. Die Tageszeitung La Repubblica berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen.

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die Schlucht ist einem privaten Touren-Anbieter zufolge bis zu 400 Meter tief.

Hier lesen Sie alle Neuigkeiten zum Brückeneinsturz von Genua.

dpa/AFP

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