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Die Schnellkochtöpfe, die zu Sprengsätzen umgebaut wurden.  Die kanadische Polizei präsentierte jetzt das Material, mit dem ein Anschlag verübt werden sollte.

Paar durch Al Kaida radikalisert

Polizei vereitelt Anschlag mit Schnellkochtopf-Bomben

Surrey - Die kanadische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Anschlag mit Bomben aus Schnellkochtopf-Bomben verhindert, wie sie im April beim Marathonlauf in Boston verwendet worden waren.

Ein Paar aus Kanada soll am Nationalfeiertag des Landes blutige Anschläge mit Nagel-Sprengsätzen aus Schnellkochtöpfen geplant haben. Der 39 Jahre alte Mann und die 30 Jahre alte Frau seien festgenommen worden, teilte die kanadische Polizei am Dienstag (Ortszeit) mit. Sie hätten vorgehabt, während der Feierlichkeiten am Montag vor der Regionalregierung der kanadischen Provinz British Columbia in der Stadt Victoria Sprengsätze zu zünden.

„Sie wurden von Al-Kaida inspiriert“, hieß es in einer Mitteilung. „Unsere Ermittlungen zeigen aber, dass es sich um eine nationale Bedrohung handelte, ohne internationale Verflechtungen.“ Der polizeibekannte Mann ist kanadischen Medienberichten zufolge schon vor Jahren zum Islam konvertiert.

Das Paar wurde seit Februar von der Polizei beobachtet

Das aus einem Vorort von Vancouver stammende Paar habe die Sprengsätze am Montag vor dem Regierungsgebäude in Victoria deponiert, teilte die Polizei mit. Dort wollten sich wegen des Nationalfeiertags Tausende Menschen versammeln. Auf online veröffentlichten Polizei-Fotos sind drei sichergestellte selbst gebastelte Bomben zu sehen. Sie bestehen aus Schnellkochtöpfen, gefüllt mit Nägeln, Nüssen und Bolzen - ähnlich wie bei dem Anschlag auf den Bostoner Marathon, bei dem im April drei Menschen ums Leben kamen.

„Die Sprengsätze waren aber immer komplett unter unserer Kontrolle, sie waren inaktiv und haben zu keiner Zeit eine Bedrohung für die Bevölkerung dargestellt“, hieß es von der Polizei. Das Paar wurde schließlich in Abbotsford rund 70 Kilometer südlich von Vancouver festgenommen. Die Beobachtung der beiden hatte nach einem Tipp der kanadischen Sicherheitsbehörde bereits im Februar begonnen. Dem Paar droht nun eine Anklage wegen terroristischer Aktivitäten und Herstellung und Besitz von Sprengkörpern.

dpa/AP

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