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Demonstranten umzingelten das Bankenviertel in Frankfurt am Main.

Kapitalismus-Kritiker umzingeln Bankenviertel

Frankfurt/Main - Tausende Menschen haben am Samstag in erneut gegen die Macht der Banken demonstriert. In Frankfurt umzingelten fast 10 000 Demonstranten mit einer Menschenkette das Bankenviertel.

Im Berliner Regierungsviertel beteiligten sich zeitgleich laut Veranstalter an einer ähnlichen Aktion rund 8000 Menschen. Beide Kundgebungen verliefen nachAngaben der Polizei friedlich.

"Diese Resonanz zeigt: Immer mehr Menschen haben es satt, dass die Finanzmärkte die Politik vor sich hertreiben und Großbanken ganze Gesellschaften erpressen können", sagte Max Bank vom Netzwerk Attac in Frankfurt. Der Sozialwissenschaftler Peter Grottian rief nach Angaben der Veranstalter zu weiteren gewaltlosen "Aktionen des zivilen Ungehorsams" auf.

Aufgerufen zu den Kundgebungen hatte die globalisierungskritische Organisation Attac gemeinsam mit dem Internet-Kampagnen-Netzwerk Campact und den Naturfreunden. Auch Mitglieder der Occupy-Bewegung, die in Frankfurt vor der Europäischen Zentralbank (EZB) und in Berlin in der Nähe des Kanzleramts und Reichstages zelten, nahmen an den Aktionen teil.

In Frankfurt hatte sich zur Abschlusskundgebung vor der Deutschen Bank auch der TV-Kabarettist Georg Schramm angekündigt. Im Protest-Camp vor der EZB fanden Konzerte statt. Um auf die Proteste aufmerksam zu machen, hatte Aktivisten bereits am Donnerstag auf einer Main-Brücke ein 13 Meter langes Banner mit der Aufschrift "Banken in die Schranken" entrollt. Das Bündnis "Banken in die Schranken" fordert eine demokratische Kontrolle der Großbanken und ein Verbot riskanter Finanzgeschäfte.

dpa

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