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Erst nach Stunden konnte die Fahrt weitergehen.

Zug blieb stundenlang liegen

Kaputte Klimaanlage: Notarzteinsatz im Intercity nach Berlin

Berlin - Mehrere Stunden lang sind Bahnreisende am Sonntag bei Stendal ohne Klimaanlage in einem Intercity festgesessen. Die Folge: Kreislaufkollaps. Der Notarzt musste kommen.

Fünf Menschen, die über gesundheitliche Probleme klagten, mussten von einem Notarzt betreut werden, sagte ein Bahnsprecher. Zwei der Patienten seien später stationär in ein Krankenhaus aufgenommen worden, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

Der Zug auf dem Weg von Amsterdam nach Berlin blieb gegen 13.00 Uhr wegen eines Lokschadens bei Stendal liegen. Dadurch sei auch die Klimaanlage ausgefallen, sagte der Bahnsprecher. Feuerwehrmänner mussten Patienten mit Kreislaufschwäche zum Teil mit Notleitern aus dem Zug helfen. Für bessere Luft hatten Bahnmitarbeiter zuvor bereits alle von den Gleisen abgewandten Türen des Zuges geöffnet. Kostenlose Getränke seien verteilt worden, ergänzte der Sprecher. Eine Evakuierung des Intercity sei an dieser Stelle der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Berlin jedoch nicht möglich gewesen.

Die Reisenden mussten deshalb auf eine Diesellok zum Abschleppen des Zugs warten, die gegen 15.15 Uhr eintraf. Wegen der Notarzteinsätze konnte der Zug aber erst um 16.30 Uhr weiterfahren und erreichte Berlin um kurz vor 18.00 Uhr. Andere Züge auf dieser Strecke seien ebenfalls mit Verspätung angekommen, sagte der Bahnsprecher.

dpa

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