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Der damalige Kölner Kardinal Joachim Meisner während eines Soldatengottesdienstes im Kölner Dom. Foto: Oliver Berg

Früherer Erzbischof in Köln

Kardinal Meisner im Alter von 83 Jahren gestorben

25 Jahre lang stand Kardinal Meisner an der Spitze des Erzbistums Köln, des größten deutschen Bistums. Der konservative Geistliche scheute nie vor deutlichen Worten zurück und war entsprechend umstritten. Jetzt ist er mit 83 Jahren gestorben.

Köln (dpa) - Kardinal Joachim Meisner ist tot. Der frühere Erzbischof von Köln sei heute Morgen während seines Urlaubs in Bad Füssing gestorben, sagte ein Sprecher des Erzbistums Köln. Meisner wurde 83 Jahre alt. Er war der wohl umstrittenste deutsche Kirchenführer.

Immer wieder sorgte der konservative Geistliche mit provokanten Äußerungen für Aufregung. Das Kölner Domradio hatte seinen Tod als erstes vermeldet.

Der in Breslau geborene Meisner stand 25 Jahre lang, von 1989 bis 2014, an der Spitze des größten katholischen Bistums in Deutschland. Er galt lange Jahre als einflussreichster Vertreter des konservativen Flügels unter den deutschen Bischöfen. Meisner pflegte ein enges Verhältnis zu Papst Johannes Paul II. und insbesondere zu Papst Benedikt XVI., dem vormaligen Kardinal Joseph Ratzinger. Dagegen opponierte er bis zuletzt gegen den Reformkurs von Papst Franziskus.

2014 war Meisner aus Gesundheitsgründen auf seinen eigenen Wunsch hin in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger als Erzbischof von Köln wurde Rainer Maria Woelki, der seitdem einen auffallend anderen Kurs fährt. So setzt er sich intensiv für die Aufnahme von Flüchtlingen ein. Meisner lebte in seinen letzten Jahren zurückgezogen in der Kölner Innenstadt.

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