Karl Lauterbach Corona Regeln Bundestagswahl
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Karl Lauterbach.

„Wesentlich strengere Einführung“

Lauterbach will strenge Corona-Anpassung für Fußball, Kultur und Arbeit: „Wird nach der Wahl ohnehin kommen“

  • Patrick Mayer
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Dürfen Ungeimpfte bald sehr viel weniger als gegen Corona Geimpfte und Genesene in Deutschland? SPD-Mann Karl Lauterbach plädiert entschieden für 2G. Und er macht eine Prognose.

München - Kommt nach der Bundestagswahl 2021 (26. September) eine „Ampel-Koalition“ aus SPD, Grünen und FDP? Eifrig wird schon darüber spekuliert, SPD-Mann Karl Lauterbach könnte der künftige Bundesgesundheitsminister werden. Dann hätte der Rheinländer, bislang Ratgeber der Bundesregierung Merkel IV, ganz andere Möglichkeiten, um in der Corona-Pandemie mitzureden.

Ungeimpfte in Deutschland: Karl Lauterbach plädiert für Corona-Verschärfung auf 2G

Bereits wenige Tage vor der Bundestagswahl hat sich der 58-jährige Abgeordnete erneut für eine Verschärfung der Coronavirus-Regeln für Ungeimpfte ausgesprochen. „Ich bin für eine wesentlich strengere Einführung von 2G“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte ntv.de: „Und zwar dort, wo es medizinisch sinnvoll ist, natürlich darf es da keine Willkür geben.“ Seiner Meinung nach sollten Klubs, Kultur, Fußball und Gastronomie nur noch Genesenen und Geimpften offen stehen, wofür 2G per Definition steht.

Im Video: SPD-Politiker Lauterbach - Volle Stadien auch unter 2G nicht sinnvoll

Aktuell gilt in Deutschland vielerorts die sogenannte 3G-Regel, wonach sich Ungeimpfte sozusagen freitesten können und auch mit dem Nachweis über einen negativen Corona-Test in Restaurants oder Wirtshäuser dürfen. Das soll sich nach Vorstellung des SPD-Gesundheitsexperten aber bald ändern.

Karl Lauterbach: 2G wird in Corona-Pandemie deutschlandweit kommen

Es gebe auch Geimpfte, die sich mit dem Coronavirus anstecken würden, meinte Lauterbach weiter: „Sie erkranken aber in aller Regel gar nicht oder haben nur einen sehr milden Krankheitsverlauf.“ Lauterbach glaubt, dass eine Verschärfung auf 2G mehr Impfbereitschaft zur Folge hätte: „So kann man die Zögernden überzeugen. Die ziehen dann mit.“ Stand Mittwoch, 22. September, hatten sich laut ntv.de rund 22 Prozent der impffähigen Erwachsenen in Deutschland noch nicht gegen Corona impfen lassen.

„Der Ungeimpfte kann nicht für sich in Anspruch nehmen, Rechte zu genießen, die eigentlich medizinisch so nicht vertretbar sind“, meinte Lauterbach und prognostizierte überzeugt: „Nach der Bundestagswahl wird es ohnehin eine neue Diskussion um 2G geben. 2G wird kommen.“ (pm)

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