Kasseler Neonazi wegen Hitler-Gruß bestraft

Kassel - Er hat gegen einen Wahlkampfstand der Linkspartei protestiert. Mit dem verbotenen Hitler-Gruß. Deshalb hat ihn das Amtsgericht Kassel verurteilt. Der Täter ist schon polizeibekannt.

Weil er gegen einen Wahlkampfstand der Linkspartei mit dem verbotenen Hitler-Gruß protestiert hat, muss ein Kasseler Neonazi 600 Euro Strafe zahlen. Das Amtsgericht in Kassel verurteilte den 32-Jährigen am Freitag wegen Verwendens verfassungswidriger Symbole zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à zehn Euro.

Nach anfänglichem Leugnen hatte der zum rechtsextremistischen Netzwerk “Sturm 18“ gehörende Mann die Aktion im März 2011 zugegeben. Er habe sich provoziert gefühlt, weil ihm die Linken Flugblätter angeboten hätten, erklärte der 32-Jährige. An jenem Tag war er stark angetrunken gewesen. Wegen eines versuchten Brandanschlags auf eine Moschee im nordhessischen Korbach steht er bereits unter Bewährung.

dapd

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