Studie der EU

Kaum noch Pferd in Rindfleischprodukten

Brüssel - Anfang 2013 waren in mehreren EU-Ländern Rindfleischprodukte aufgetaucht, die Pferdefleisch enthielten. Betroffen war insbesondere Tiefkühlkost wie Lasagne.

Mehr als ein Jahr nach dem europaweiten Pferdefleisch-Skandal ist in Rindfleischprodukten EU-Angaben zufolge kaum noch Pferd zu finden. Inzwischen entdecken Prüfer noch in 0,61 Prozent aller Proben Pferdefleisch - das ist das Ergebnis von europaweiten Untersuchungen, das die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel bekanntgab.

In 16 von insgesamt 2622 getesteten Fällen wurde noch Pferdefleisch im Rindfleisch festgestellt - darunter in einem Fall in Deutschland. Einzelheiten über diesen einen Fall bei 204 deutschen Proben wurden nicht mitgeteilt. Außerdem gab es jeweils vier positive Proben in Bulgarien und Ungarn, drei in Portugal, zwei in Lettland sowie je eine in Spanien und Slowenien.

„Die Ergebnisse sind ermutigend, da sie zeigen, dass die Situation sich deutlich verbessert hat“, teilte die EU-Behörde mit. Eine erste, vergleichbare Testrunde im Frühjahr 2013 hatte noch in 4,6 Prozent der Rindfleisch-Proben Spuren von Pferdefleisch ergeben.

Test nach Pferdefleischskandal

Die Tests sind die Folge des europaweiten Pferdefleischskandals von Anfang 2013. Damals waren in mehreren EU-Staaten Rindfleischprodukte aufgetaucht, die Pferdefleisch enthielten. Auch andere Fleischsorten wie Schweinefleisch und Medikamente wie der Entzündungshemmer Phenylbutazon wurden nachgewiesen. Betroffen war insbesondere Tiefkühlkost wie Lasagne.

EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg zeigte sich zufrieden mit den jüngsten Tests: „Die heutigen Ergebnisse bestätigen, dass unsere gemeinsamen Anstrengungen Früchte tragen und dass schärfere Kontrollen gegen Betrug wirken.“ Die Tests fanden in der ersten Jahreshälfte 2014 statt.

dpa

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