Winnenden: Unterricht mit neuem Sicherheitssystem

Winnenden - Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Amoklauf in der Realschule in Winnenden werden die Schüler nach den Sommerferien wieder in das umgestaltete Schulgebäude einziehen - unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

In den Taträumen werde jedoch kein Unterricht mehr stattfinden, sagte Schulleiter Sven Kubick am Freitag bei der Präsentation des umgebauten Gebäudes. Aus einem der Räume werde ein Gedenkraum.

Ein modernes Alarmsystem und ein automatisches Schließsystem für die Klassenräume sollten die Schüler künftig schützen, sagte der Sozialbürgermeister und stellvertretende Oberbürgermeister der Stadt, Norbert Seiler (parteilos), am Freitag bei einer Präsentation des Gebäudes.

Winnenden: Gedenken an die Amok-Opfer

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Mit einem Chip können Lehrer künftig einen Alarm auslösen. Damit werde eine Durchsage aktiviert, die Schüler und Lehrer auffordere, sich in Sicherheit zu bringen. Außerdem werde automatisch die Polizei informiert, was sonst nur bei Gebäuden wie Banken der Fall sei. Bei anderen Schulen müsse der Schulleiter die Polizei informieren.

Ein Schalter an den Türen der Klassenzimmer verschließe die Türen, erklärte Seiler weiter. Die Türen könnten dann nur von innen oder von einem Lehrer mit seinem Chip geöffnet werden.

Am 11. März 2009 hatte der ehemalige Schüler Tim K. in der Albertville-Realschule in Winnenden und bei seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen und dann sich selbst erschossen. Das Schulgebäude wurde nach dem Amoklauf zunächst nicht mehr genutzt.

dapd

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