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Keine Hoffnung auf Überlebende - Größtes Lawinenunglück seit Jahren

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Paris - Die nach dem Lawinen-Drama im französischen Mont- Blanc-Massiv vermissten acht Bergsteiger sind wahrscheinlich tot. Wie die französische Polizei in Chamonix am Montag mitteilte, gebe es nur wenig Hoffnung, die fünf verschütteten Österreicher, darunter ein Bergführer aus Tirol, und die drei Schweizer lebend zu bergen.

Acht weitere Alpinisten - drei Italiener und fünf Franzosen - wurden bei dem gewaltigen Lawinenabgang in der Nacht zum Sonntag leicht verletzt. Aus Angst vor weiteren Lawinen mussten die Rettungsaktionen eingestellt werden. Bei dem Lawinenunglück handelt es sich um das schwerste seit neun Jahren in Frankreich.

"Es ist unwahrscheinlich, nach so vielen Stunden unter Schnee und Eis und einem Sturz von 1200 bis 1500 Metern Überlebende zu finden", sagte einer der Rettungskräfte. Das Drama ereignete sich um drei Uhr morgens am Mont-Blanc du Tacul in 3600 Metern Höhe. Ein Eisblock brach ab und löste eine 200 Meter lange und 50 Meter breite Lawine aus. "Die Bergsteiger sind bis zu mehr als 1000 Meter in die Tiefe gerissen worden. Einige wurden 500 bis 600 Meter mitgerissen und konnten sich schnell aus der Schneemasse befreien", sagte ein Bergführer. Andere seien in Gletscherspalten gestürzt und unter den Schneemassen begraben worden.

"Wir haben ein heftiges Donnern gehört. Dann hat sich eine weiße Wolke über uns gelegt", sagte einer der Verletzten. Zu den weiteren Überlebenden, die ohne Blessuren davon gekommen sind, gehören noch zwei Italiener, die zunächst als vermisst gegolten hatten. Sie konnten sich selbst aus dem tiefen Schnee befreien.

Nach Angaben der Polizei waren die Wetterverhältnisse in der Nacht "ausgezeichnet". "Das Herabstürzen von Eisblöcken ist nicht vorhersehbar. Das kann zu jeder Tages- und Nachtzeit passieren", erklärte ein Bergführer.

Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen mehr als 40 Bergsteiger im Mont- Blanc-Massiv gewesen sein. Der 4250 Meter hohe Mont-Blanc du Tacul gehört zum Mont-Blanc-Massiv und ist bei Bergsteigern sehr beliebt. Seit Anfang des Sommers sind in den französischen Alpen bereits 30 Menschen ums Leben gekommen.

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