Rassistische Kundschaft

Fiese Botschaft auf der Rechnung - Kellnerin diskriminiert

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Harrisonburg - Fiese Botschaft auf der Rechnung: Äußerst unverschämt wurde eine Bedienung in einem Restaurant in Harrisonburg behandelt.

"Wir zahlen Trinkgeld nur an Staatsbürger". Diesen rassistischen Satz schrieben zwei Kunden auf die Rechnung einer Kellnerin in einem Restaurant in Harrisonburg, Virginia. Die Bedienung hat Wurzeln in Mexiko und Honduras. Das schien ihrer Kundschaft nicht zu gefallen.

Schon bei der Aufnahme der Bestellung des Paares habe sie sich unwohl gefühlt, erzählte die junge Frau dem amerikanischen Nachrichtensender WHSV: "Sie wollten nicht mit mir reden. Sie nickten nur mit dem Kopf". Schließlich bezahlte die Frau, jedoch ohne Trinkgeld zu hinterlassen - äußerst ungewöhnlich in den USA. Getoppt wurde das unverschämte Verhalten des Paares von der beleidigenden Nachricht auf der Rechnung.

Die Kellnerin zeigte sich gegenüber WHSV äußerst enttäuscht über das rassistische Verhalten ihrer Kundschaft: "Ich habe einfach das Gefühl, dass das unhöflich und respektlos ist. Ich habe sie noch nie vorher getroffen, ich habe ihnen nichts getan".

Die Kundin hatte selbst einen Akzent

Der Bedienung war außerdem aufgefallen, dass die Frau selbst einen Akzent hatte. Zudem ist das Restaurant, in dem sie arbeitet, ein von Migranten gegründetes und geführtes Unternehmen. Der Eigentümer verwehrt dem unverschämten Paar nun die Bewirtung. Er erwartet eine Entschuldigung.

Die Kellnerin ist da weniger nachtragend: Sie würde die Kunden wieder bedienen. „Es macht mich zu einer stärkeren Person, wenn ich solche Sachen nicht an mich heranlasse, weil ich weiß, dass ich ein guter Mensch bin", sagte sie.

Als besonders solidarisch erwies sich die Nachbarschaft des Restaurants: Sie schrieben der jungen Frau als Entschädigung einen Brief und legten für das Trinkgeld zusammen, das sie von dem Paar nicht erhalten hatte.

sb

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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