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Spurensuche am Tatort in Kronshagen.

Ehemann (41) festgenommen

Frau in Brand gesteckt: Sie stirbt in Klinik

Kronshagen/Kiel - Grauenhafte Szenen in Kronshagen bei Kiel: Auf offener Straße hat dort ein Mann seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Sie erlag ihren schweren Verbrennungen.

Nachdem der Täter sein Opfer am Mittwochmorgen mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit übergossen und in Brand gesetzt hatte, lief die Frau davon. Sie überquerte noch die Straße vor der Klinik. Dann kamen ihr nach ersten Erkenntnissen der Polizei Passanten zu Hilfe und löschten das Feuer.

Das Opfer habe am ganzen Körper gebrannt, sagte ein Polizeisprecher. "Man konnte nicht mehr erkennen, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt." Die Schwerverletzte wurde in eine Spezialklinik gebracht, sie schwebt in Lebensgefahr. Die Kieler Mordkommission übernahm die Ermittlungen.  Die Polizei vermutete eine Beziehungstat. 

Die Frau starb noch am Mittwochabend. Sie sei ihren schweren Verbrennungen erlegen, teilte die Polizei in Kiel mit.

Ehemann (41) festgenommen

Kurze Zeit später wurde in Tatortnähe der 41 Jahre alte Ehemann der Frau festgenommen. Der mutmaßliche Täter kam der Polizei zufolge vor rund 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland und hat einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Die 38 Jahre alte Ehefrau sei kurze Zeit nach ihm nach Deutschland eingereist. Beide haben ihren Wohnsitz seit vielen Jahren in Kiel.

Der Tatverdächtige befindet sich in Gewahrsam. Der Polizeisprecher sprach von einer "Großlage". "Wir stellen uns auf umfangreiche Ermittlungen ein", sagte er. Es gebe zwischen 10 und 20 Zeugen des Geschehens. Das Areal wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt. Die Ermittler sichteten Beweisstücke wie ein Haarband und eine Mütze, die auf dem Gehweg lagen.

Zeugin: "Das werde ich mein Lebtag nicht vergessen"

Ein Passantin beobachtete das schreckliche Geschehen am Morgen aus der Nähe. Sie habe einen Mann und eine Frau und auch Flammen gesehen. "Da war mir klar, da zündet jemand die Frau an", beschrieb die Augenzeugin das Geschehen. Dann sei sie in das Klinikum gerannt und habe die Polizei sowie den Notarzt alarmiert. "Die Frau hat lichterloh gebrannt." Passanten hätten zunächst versucht, die Flammen mit Decken zu ersticken. Schließlich sei ein Mann mit Feuerlöscher herbeigestürmt. "Das war eine gefühlte Ewigkeit bis die Flammen aus waren."

Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. "Das werde ich meinen Lebtag nicht vergessen", sagte die Augenzeugin. "Sie hat so geschrien." Als die Frau schließlich von den Einsatzkräften in den Rettungswagen geschoben wurde, habe das Opfer gerufen: "Meine Kinder, meine Kinder, was wird mit meinen Kindern?"

dpa/afp

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