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Die traditionelle Windjammerparade.

Polizei verzeichnet weniger Straftaten

Kieler Woche verzeichnet Besucherrekord

Kiel - Die Kieler Woche, ohnehin als größtes Volksfest in Nordeuropa gerühmt, hat dieses Jahr einen Besucherrekord erzielt. Zugleich war das Seglerfest friedlicher als früher.

Die Kieler Woche hat in ihrem 133. Jahr so viele Menschen angelockt wie nie zuvor. Nach Angaben der Stadt feierten in den vergangenen zehn Tagen knapp 3,8 Millionen Gäste friedlich in der ganzen Stadt. "Das ist die größte Besucherzahl auf einer Kieler Woche", sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD).

Trotz des Anstiegs verzeichnete die Polizei weniger Straftaten. Die Zahl der Rohheitsdelikte sei von 94 auf 68 zurückgegangen, sagte der Leiter der Polizeirektion, Thomas Bauchrowitz. "Das belegt, dass es sich um eine friedliche Kieler Woche gehandelt hat." Insgesamt rückten die Beamten zu 2497 Einsätzen aus (Vorjahr: 2329), von denen 371 (2014: 380) einen direkten Bezug zur Kieler Woche hatten.

Wasserschutzpolizei-Revierleiter Uwe Marxen berichtete von lediglich zwei größeren Einsätzen. Am Mittwoch war ein Segler bei starkem Wind schwer verletzt worden. Nach der Windjammerparade am Samstag kenterte ein Kutter in einer Windböe. Elf Menschen wurden anschließend aus dem Wasser gerettet. Den maritimen Höhepunkt der Festwoche hatten zuvor laut Stadt 120 000 Menschen von Land oder von einem der zahlreichen Schiffe und Boote aus beobachtet.

Bei tollem Segelwetter mit leichtem Wind und etwas Sonne boten rund 100 Groß- und Traditionssegler auf der Förde, angeführt vom deutschen Segelschulschiff "Gorch Fock", ein imposantes Bild. "Das ist für uns der Leckerbissen für das Jahr", sagte "Gorch Fock"-Kommandant Nils Brandt. Viele Boote und achten begleiteten die Traditionsschiffe wie den polnischen Dreimaster "Dar Mlodziezy", den Windjammer "Sedov" aus Russland und den niederländischen Toppsegelschoner "Gulden Leeuw".

dpa

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