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Die Kugelspinnen-Hysterie ist übertrieben.

Krabbeltier-Panik in England

"Killerspinnen-Invasion" - Schule schließt

Lydney - Nachdem zahlreiche giftige Spinnen auf dem Gelände gefunden worden waren, hat eine Schule in Gloucestershire ihre Türen geschlossen.

Die Spinnen der Gattung Steatoda nobilis, im Deutschen auch Kugelspinne oder Falsche Witwe genannt, sind seit längerem Gegenstand wilder Gerüchte in den britischen Medien. Die Boulevardpresse brachte seit Wochen immer wieder Meldungen über die "Killerspinnen". Demnach berichtete ein Mann, fast sein Bein wegen der Spinnen verloren zu haben, während eine Frau erzählte, vor fünfzig hochgiftigen Spinnen geflohen zu sein. Der "Daily Star" machte sogar eine Ausgabe auf mit einer Mutter, die beklagte, ihre kleine Tochter sei nach einem "Angriff der Killerspinnen" im Krankenhaus nicht behandelt worden.

Dabei ist laut Spezialisten der Stich der kleinen braunen Spinne nicht gefährlicher als der Stich einer Wespe. Zudem sei es deutlich unwahrscheinlicher, von einer der Spinnen als etwa von einer Biene gestochen zu werden, zumal nur die Weibchen überhaupt stechen.

Die achtbeinigen Krabbeltiere waren in den 1870er Jahren von den Kanarischen Inseln nach England eingeschleppt worden und verbreiteten sich seitdem im Südwesten des Landes. Die Schule soll jetzt von Spezialisten desinfiziert werden.

afp

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